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Asteroid „2014 JO25“ raste an Erde vorbei

(PM) Der Asteroid „2014 JO25“ ist an der Erde vorbeigerast. Da er in ferner Zukunft einmal mit der Erde zusammenstoßen könnte, gilt er als gefährlich und sorgten in den vergangenen Tagen für einige Medienresonanz. Am Mittwoch, 19. April, flog er in einem sicheren Abstand von 1,76 Millionen Kilometern an der Erde vorbei. In der darauf folgenden Nacht gelang es Mitarbeitern der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück ihn zu fotografieren. Die Aufnahmen entstanden an deren Sternwarte auf dem Oldendorfer Berg bei Melle. Bereits bei 10 Sekunden Belichtungszeit unterschied sich der Asteroid von den Sternen durch die Strichspur, die er mit seiner schnellen Bewegung verursachte. Binnen einer halben Stunde legte er eine Strecke zurück, die dem Durchmesser des Mondes am Himmel entspricht.
Die Aufnahmen entstanden an einem 165 mm Refraktor mit etwa 800 mm Brennweite, die Kamera war eine digitale Spiegelreflexkamera. Zur Zeit der Aufnahmen war der Asteroid schon wieder 2,1 Millionen Kilometer entfernt, aber seine schnelle Bewegung über den Himmel war eindrucksvoll. Nach neuesten Beobachtungen des 300 m Radioteleskops in Arecibo scheint der Asteroid aus zwei zusammengepackten Teilen zu bestehen, etwa 1,3 km groß zu sein, und in 3 bis 4 Stunden zu rotieren. Weitere Neuigkeiten wird das Planetarium am Dienstag, 25. und Mittwoch, 26. April, jeweils um 19.30 Uhr in der Veranstaltung „Der Sternhimmel im Mai“ präsentieren, Reservierungen unter der Telefonnummer 0541/5600 30.

Foto: Astro-AG des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück.