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Keine Ergebnisse beim Spitzentreffen wegen Homann

Das Spitzentreffen zur Zukunft des Dissener Feinkostherstellers Homann ist ohne Ergebnis geblieben. Gut zwei Stunden haben u.a. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies in Hannover mit Managern der Müller-Gruppe gesprochen. Beide, Weil und Lies, zeigten sich danach enttäuscht über den Verlauf. Offenbar will die Müller-Gruppe als Mutterkonzern von Homann an ihren Plänen festhalten, das Feinkostunternehmen aus der Region Osnabrück nach Sachsen zu verlagern. Welche Gründe es dafür gibt, ist weiterhin unklar. Ministerpräsident Weil sagte, dass die Landesregierung weiter versuchen will, die Müller-Gruppe davon zu überzeugen, dass Homann in der Region Osnabrück bleiben sollte. 1.200 Beschäftigte arbeiten in Dissen und Bad Essen bei Homann.

Spitzentreffen wegen Homann in Hannover

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil trifft sich heute in Hannover mit Managern der Theo Müller-Gruppe, um über die Zukunft des Feinkostunternehmens Homann zu sprechen. Mit dabei sind auch Wirtschaftsminister Olaf Lies, Osnabrücks Landrat Michael Lübbersmann, Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann und der Homannbetriebsrat. Es geht darum, ob es noch eine Chance gibt, das Unternehmen in der Region Osnabrück zu halten. Die Müller-Gruppe, zu der Homann gehört, hatte Anfang April angekündigt, die Feinkostsparte von Homann verlagern zu wollen. Davon wären in Dissen und Bad Essen etwa 1.200 Beschäftigte betroffen.

Rollerfahrerin stürzt in Bad Essen in Kanal

In Bad Essen im Landkreis Osnabrück ist eine Rollerfahrerin in den Mittellandkanal gefahren. Die Frau fuhr im Ortsteil Wehrendorf auf einem Weg am Kanal entlang, als sie die Kontrolle über den Roller verlor und ins Wasser stürzte. Bekannte halfen ihr sofort und zogen sie aus dem Wasser. Um den Roller wieder aus dem Kanal zu bekommen, rückte die Feuerwehr u.a. mit Tauchern an. Für die Bergungsaktion musste die Wasserstraße teilweise gesperrt werden. Die Rollerfahrerin blieb unverletzt, sie verlor aber ihre Geldbörse im Wasser – der Roller dürfte einen Totalschaden haben.

Homann Thema im Wahlkampf

Die drohende Schließung der Homann-Werke in der Region beschäftigt weiter die Landespolitik. Nachdem Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann der Landesregierung aus SPD und Grünen vorgeworfen hatte, zu wenig zu tun, um die Standorte in Dissen und Bad Essen zu retten, wies die SPD diese Kritik jetzt zurück. Die CDU betreibe Wahlkampf auf dem Rücken der Beschäftigten, warf Frank Henning von der SPD Osnabrück Althusmann vor. Mitte Mai soll es Treffen zwischen Wirtschaftsminister Olaf Lies mit dem Manager von Homann geben.

3000 Menschen demonstrieren gegen Homann-Schließung

Etwa 3.000 Menschen haben am vergangenen Sonntag (30.04.) gegen die drohende Schließung der Homann-Werke in der Region demonstriert.
Nach einer Kundgebung vor dem Dissener Rathaus zogen die Demonstranten zum Homann-Werk und bildeten dort eine Menschenkette. Neben lokalen Politikern nahm auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies an der Demonstration teil. Der nannte das Verhalten von Homann unanständig. Gleichzeitig wolle er aber weiter mit dem Unternehmen im Dialog bleiben, wie er im osradio-Interview betonte:

Die Homann-Werke in Dissen und Bad Essen beschäftigen derzeit rund 1.200 Menschen.

 

Demonstration gegen Homann-Schließung

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten will gegen die geplante Schließung der Homann-Werke in der Region demonstrieren. Am kommenden Sonntag soll es dazu eine Kundgebung auf dem Dissener Rathausplatz geben. Dann wird auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies nach Dissen kommen. Der Minister will vorher mit den Konzernchefs über die drohende Schließung der Werke sprechen. Zuletzt gab es Kritik daran, dass Homann einen zentralen Produktionsort in Sachsen bekommen soll. Die sächsische Landesregierung soll dafür Subventionen in Millionenhöhe an den Mutterkonzern von Homann gezahlt haben.

Reaktionen auf Homann-Schließung

Regionale Vertreter aus Politik und Wirtschaft reagierten entsetzt auf die angekündigte Schließung der Homann-Werke in Dissen und Bad Essen. Gleichzeitig kündigten sie an, für den Verbleib des Feinkostherstellers in der Region zu kämpfen. Es gehe jetzt darum, abseits von Parteipolitik alles zu tun, um Homann in der Region zu halten, heißt es zum Beispiel von Martin Bäumer, dem Vorsitzenden der CDU/FDP-CSW-Gruppe im Kreistag. Unterstützung erhält von der Landtagsabgeordneten der Grünen Filiz Polat, die einen direkten Appell an die Theo-Müller-Gruppe richtet, zu dem Homann gehört. Darin fordert sie, die Schließung des Werks in Dissen zu überdenken. Der Konzern könne von einer Investition in die starke Wirtschaftsregion Osnabrück profitieren, so Polat. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies kündigte an, mit dem Vorstand der Theo-Müller-Gruppe über die Zukunft der beiden Werke in der Region zu sprechen. Auch der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim Frank Hesse betonte die Bedeutung von Homann für die Region und wie wichtig ein Erhalt der Werke in Dissen und Bad Essen wäre.
Ein Hoffnungsschimmer sei, dass sich zumindest bis 2020 nichts für die Mitarbeiter ändere. Danach plant der Konzern mit einer zentralen Produktionsstätte im sächsischen Leppersdorf.

Homann-Werke in der Region vor Schließung

Die Homann-Werke in Dissen und Bad Essen sollen geschlossen werden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Es ist der mit Abstand größte Arbeitgeber in der 9.000 Seelengemeinde Dissen. Rund 1.200 Mitarbeiter hat Homann dort. Weitere etwa 250 arbeiten am Standort Bad Essen-Lintorf. Diese Jobs stehen jetzt vor dem Aus. Der Theo-Müller-Konzern will seine Feinkostsparte Homann umstellen. Insgesamt vier Standorte sollen geschlossen und an einem neuen zentralen Ort gebündelt werden. Der Konzern verspricht sich davon mehr Effizienz. Neben Dissen und Bad Essen sind auch Werke in Bottrop und Floh-Seligenthal von der Schließung betroffen. Der neue Standort soll Leppersdorf in Sachsen sein. 500 Millionen Euro will sich Müller die Umstrukturierung der Feinkostsparte kosten lassen. Bis 2020 soll die Arbeit in Dissen und Bad Essen aber unverändert weiterlaufen. Danach soll jeder Mitarbeiter ein Angebot zum Wechsel an den neuen Standort bekommen. Am Freitagvormittag wurden die Homann-Mitarbeiter in Dissen bei einer außerordentlichen Belegschaftsversammlung über die Schließung des Werkes informiert.

Mann wegen Kindesmissbrauchs verurteilt

Das Landgericht Osnabrück hat am Dienstag einen Mann wegen Kindesmissbrauchs zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. In einem ersten Prozess vor gut zwei Jahren war der Mann zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte als Hausleiter eines Jugendheims in Bad Essen Kinder und Jugendliche missbraucht. In 26 Fällen sprach ihn das Landgericht dabei des Missbrauchs von behördlich verwahrten Personen für schuldig. Der Bundesgerichtshof hob die Strafe in Teilen jedoch auf, weil kein Missbrauch von behördlich verwahrten Personen vorlag. Deshalb musste das Landgericht diese Fälle neu verhandeln.

Landgericht verhandelt Missbrauchsfälle neu

Das Landgericht Osnabrück verhandelt ab Dienstag den Fall eines 41-jährigen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Das Gericht hatte dem Mann bereits im Juli 2014 in 53 Fällen für schuldig gesprochen und zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte als Hausleiter einer Jugendeinrichtung in Bad Essen Jugendliche missbraucht. Der Mann ging in Revision. Daraufhin hat der Bundesgerichtshof das Urteil in Teilen aufgehoben. In 26 Fällen war der Mann vom Landgericht wegen Missbrauchs von behördlich verwahrten Kindern und Jugendlichen verurteilt worden. Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs waren die Opfer jedoch nicht behördlich verwahrt, da die Unterbringung im Heim eine Entscheidung der Eltern sei. Das Landgericht muss die Fälle deshalb neu bewerten.