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Versuchte Sprengung eines Geldautomaten in Dissen

In der Nacht zu Freitag sollte offenbar in der Großen Straße in Dissen der Geldautomat der Commerzbank aufgesprengt werden. Nach dem derzeitigen Stand der polizeilichen Ermittlungen haben die Täter gegen 02.55 Uhr Vorbereitungshandlungen für das gewaltsam Öffnen des Geldautomaten getroffen. Sie ließen dann aber aus bislang unbekannten Gründen von der weiteren Tatausführung ab und flüchteten unter Mitnahme ihres Equipments. Die Polizei in Dissen bittet um Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge, die in der betreffenden Nacht in der Großen Straße und Umgebung aufgefallen sind. Telefon: 05421-921390.

Verfahren gegen Taxifahrer eingestellt

Ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen Taxifahrer ist am Amtsgericht Bad Iburg gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Richter am Amtsgericht berücksichtigte, dass bei dem Taxifahrer kein ausreichendes Fehlverhalten festzustellen sei, als er im Sommer einen Besucher eines Schützenfestes angefahren hat, der später an seinen Verletzungen starb. Der Mann war auf dem Rückweg vom Schützenfest in der Noller Schlucht bei Dissen. Dabei war er im Dunkeln zu Fuß an einer Straße ohne Rad und Fußweg unterwegs und offenbar nachts in seiner dunklen Kleidung zu spät zu sehen. Außerdem sei der Taxifahrer auch nicht zu schnell gefahren. Das Gericht entschied daher, dass der Taxifahrer eine Geldstrafe von 1.700 Euro an die Opferhilfe zahlen muss.

Angeklagte nach versuchtem Mord wohl schuldunfähig

Im Prozess wegen versuchten Mordes gegen eine Frau aus Dissen bezweifelt die Staatsanwaltschaft die Schuldfähigkeit der Angeklagten. Die 42-Jährige hatte versucht ihren Mann umzubringen, indem sie ihn mit Spanngurten ans Bett gefesselt und mit Gesteinsbrocken beworfen hatte. Ein Gutachter stufte die Angeklagte wegen einer psychischen Störung als schuldunfähig ein. Dieser Ansicht schloss sich auch die Staatsanwaltschaft an und forderte in ihrem Plädoyer, dass die Frau in einer Psychiatrie untergebracht wird. Kommende Woche will das Landgericht Osnabrück das Urteil verkünden.

Landkreis kritisiert Stillstand bei Radwegeneubau – Dissen denkt über Bürgerradweg nach

Der Landkreis Osnabrück kritisiert die niedersächsische Landesregierung, weil der Ausbau von Radwegen nicht voran geht. Der Ausschuss für Planen für Bauen des Landkreises bemängelte auf seiner vergangenen Sitzung, dass an vielen Landstraßen Radwege fehlen. Dabei sind einige von ihnen Teil einer Prioritätsliste, die der Landkreis dem Land übermittelt. Unter anderem geht es um Landstraßen in Melle und in Dissen.  Die stehen seit mehreren Jahren auf der Liste. In Dissen gibt es deswegen Überlegungen, die fehlenden Radwege durch ein Bürgerengagement zu verwirklichen. Der Vorschlag dazu kam bei der vergangenen Sitzung des Bauausschusses auf. Er sieht vor, dass ein Zusammenschluss von Bürgern als Bauherr eines neuen Radweges auftritt. Für einen solchen Bürgerradweg könnte Dissen Gelder vom Land Niedersachsen und von der EU bekommen. Den Plan, einen Radweg auf der L 94 im Norden Dissens zu bauen, gibt es bereits seit mehreren Jahren. Er war wieder aktuell geworden, weil im Sommer auf der Straße ein Fußgänger bei einem Unfall zu Tode gekommen war.

Prozess wegen versuchten Mordes

Am Landgericht Osnabrück beginnt am Mittwoch ein Prozess wegen versuchten Mordes. Angeklagt ist eine Frau aus Dissen, die im Sommer versucht haben soll, ihren Mann umzubringen. Als er schlief, soll sie ihn mit Spanngurten am Bett festgebunden haben, um dann mit Gesteinsbrocken auf ihn einzuwerfen. Gurte und Steine hatte sie offenbar unter dem Bett versteckt. Der Mann konnte sich befreien. Er erlitt Platzwunden an Kopf und Händen und Blutergüsse am Kopf. Außerdem brach er sich eine Hand. Die Angeklagte wurde nach der Tat in einem Landeskrankenhaus untergebracht. Sie soll bei der Tat an einer akuten psychotischen Episode gelitten haben.

Zu hohe Stickstoffbelastungen auch in Kreiskommunen

Außer in der Stadt Osnabrück gibt es offenbar auch in einigen Kommunen im Kreis Osnabrück höhere Stickstoffbelastungen als erlaubt. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, habe das niedersächsische Umweltministerium das bestätigt. Kommunen mit erhöhten Schadstoffbelastungen seien besonders Kleinstädte wie Georgsmarienhütte, Melle oder Dissen – dort kämen die zu hohen Belastungen an besonders stark befahrenen Straßen vor. Andere, kleinere Kommunen lägen teils knapp unter den Grenzwerten. In der Stadt Osnabrück werden die Werte schon seit längerem regelmäßig überschritten. Die Stadt muss deswegen mit Strafzahlungen rechnen.

Homann laufen offenbar die Beschäftigten weg

Der NDR meldet, dass der Feinkosthersteller Homann versucht, vor allem Fachkräfte mit Monatsprämien dazu zu bewegen, das Werk in Dissen nicht zu verlassen. Der Sender beruft sich auf die „Lebensmittelzeitung“. Viele Fachkräfte sollen demnach den Betrieb schon verlassen haben. Offenbar haben schon so viele Fachkräfte gekündigt, dass es ernsthafte Personalengpässe gebe. Das Werk in Dissen schließt bis 2020. Auch das Werk in Bad Essen wird schließen. Der Homann-Mutterkonzern Theo Müller will ab dann nur noch im sächsischen Leppersdorf produzieren lassen.

Olaf Lies lobt Wirtschaftsstandort Dissen

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies hat die Stadt Dissen besucht. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, waren bei dem Treffen unter anderem der Landrat Michael Lübbersmann und Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann mit dabei. Bei dem Gespräch ging unter anderem um Schließung des Homann-Werkes in Dissen. Lies habe dazu gesagt, dass die Stadt Dissen auch nach der Homann-Schließung eine gute wirtschaftliche Perspektiven hätte. Dissen sei ein attraktiver Wirtschaftsstandort, unter anderem aufgrund einer gute Lage und Infrastruktur. Die Homann-Fläche solle ab dem Jahr 2020 anders genutzt werden und den Mitarbeitern beim Finden einer neuen Arbeitsstelle geholfen werden. Im Anschluss an das Gespräch hat sich Olaf Lies in das Goldene Buch der Stadt Dissen eingetragen.

Homann-Mitarbeiter von Sozialplan enttäuscht

Die Homann-Mitarbeiter in Dissen sind enttäuscht vom Sozialplan, den Betriebsratschef Andreas Straede am Freitag (1.9.) vorgestellt hat. Das berichtet die Neue Osnabrück Zeitung. Demnach erhalten Mitarbeiter, die bis zur Schließung der Homann-Werke 2020 im Unternehmen bleiben, nur ein zusätzliches Monatsgehalt pro Jahr als Halteprämie. Zuvor waren zwei Gehälter pro Jahr diskutiert worden. Auch die Abfindungen seien deutlich unter den Erwartungen der Mitarbeiter ausgehandelt worden. Betriebsratschef Straede sagte gegenüber der Zeitung, dass der Sozialplan kein gutes aber ein akzeptables Ergebnis sei. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation sei nicht mehr drin gewesen.

Auch Motorradfahrer nach Unfall an Bahnübergang gestorben

Die Zahl der Opfer nach Unfällen an Bahnübergängen im Landkreis Osnabrück vom Wochenende ist auf drei gestiegen. Auch der Motorradfahrer, der in Badbergen mit einem Zug zusammengestoßen war, ist gestorben. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Am Montag hieß es noch, er sei nicht lebensgefährlich verletzt. Der Mann hatte mit seinem Motorrad eine Bankschranke durchbrochen – offenbar, weil er von der Sonne geblendet war. Auch in Dissen und Rieste hatte es Zusammenstöße mit Zügen gegeben. Dabei starben ein Rollerfahrer und ein Autofahrer. Die Beifahrerin des Autofahrers wurde lebensgefährlich verletzt.