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Landgericht verurteilt Serienbrandstifter

Das Landgericht Osnabrück hat gestern (12.02.) einen Serienbrandstifter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte im vergangenen Jahr in Osnabrück Brände in einem Supermarkt,  in einem Anbau eines Hauses und in einem Mehrfamilienhaus  gelegt. Anschließend rief der 22-jährige Täter jedes Mal selbst bei der Feuerwehr an und meldete die Brände. Als Grund für das hohe Strafmaß nannte das Landgericht, dass sich die Taten allmählich gesteigert haben. Besonders bei der letzten Tat, dem Brand in dem Mehrfamilienhaus, habe es sich um eine gefährliche Art der Brandstiftung gehandelt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mann aus Bramsche zu Haft verurteilt

Das Amtsgericht Osnabrück hat einen 31-Jähringen aus Bramsche zu vier Jahren auf Bewährung verurteilt. Der Mann fuhr seit acht Jahren ohne Führerschein – der wurde ihm entzogen, weil er betrunken Auto gefahren ist. Weil er aber weiterhin mit dem Auto fuhr, sich zwei Verkehrskontrollen durch Flucht entzog und damit mehrmals gefährlich in den Straßenverkehr eingegriffen hat, musste er sich nun vor Gericht verantworten. Durch sein umfassendes Geständnis und auch durch die Tatsache, dass er sein Leben mittlerweile im Griff habe, fiel das Urteil des Amtsgerichtes recht mild aus.

Vier Jahre Haft im IRA-Prozess

Das Osnabrücker Landgericht hat einen ehemaligen IRA-Terroristen zu vier Jahren Haft wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes verurteilt. Der heute 48 Jahre alte Mann war im Sommer 1996 an einem Anschlag auf eine britische Kaserne in Osnabrück beteiligt. Menschen wurden damals nicht verletzt, es entstand aber ein Sachschaden von 90.000 Euro. Mit dem Urteil folgt das Gericht dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Der Ire war jahrelang Mitglied eines militanten Arms der IRA. Im Verlaufe des Prozesses hatte er ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich mittlerweile von der IRA losgesagt.

Das Geständnis und die Tatsache, dass der Mann sich von der IRA losgesagt hat, rechnete das Gericht ihm an. Wegen einer sogenannten Rechtsstaatswidrigen Verzögerung bezüglich seiner Auslieferung und seiner Zeit in Auslieferung-und Untersuchungshaft bleiben von der eigentlichen Strafe noch zwei Jahre übrig. Sollte innerhalb einer Woche kein Einspruch gegen das Urteil eingelegt werden, wird seine Verteidigung Antrag auf Bewährung stellen.

BGH bestätigt Urteil gegen Osnabrücker Verleger

Der Osnabrücker Verleger Norbert Fuhs muss für sechs Jahre in Haft. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das entsprechende Urteil des Landgerichts Osnabrück in letzter Instanz bestätigt. Das hat das Landgericht mitgeteilt. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Fuhs hat als Verleger der Osnabrücker Sonntagszeitung sogenannte Medienbriefe verkauft und damit Anleger betrogen – weil er sie nicht über das Risiko dieser Briefe aufgeklärt hat. 165 Anleger haben so insgesamt 1,6 Millionen Euro verloren.

Staatsanwaltschaft fordert 13,5 Jahre Haft für Osnabrücker Frauenarzt

Im Prozess um einen wegen Totschlags angeklagten Frauenarzt aus Osnabrück hat die Staatsanwaltschaft Landshut 13,5 Jahre Haft gefordert. Der 57-jährige soll im Dezember 2013 seine Frau in der gemeinsamen Wohnung in Erding erst verprügelt und dann erstickt haben. Die Staatsanwaltschaft konnte nach der Beweisaufnahme zwar kein eindeutiges Motiv aber auch keine vernünftigen Zweifel feststellen. Der Mann habe entsprechende Charakterzüge und auch versucht Spuren zu verwischen, was eine enorme kriminelle Energie zeige, so die Staatsanwaltschaft. Der Prozess gegen den Osnabrücker Frauenarzt war im April erneut aufgerollt worden. Im Januar 2015 hatte ihn das Landgericht Landshut bereits freigesprochen. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber wieder auf. Die Verteidigung hält ihr Plädoyer am Freitag (30.6.). Mit einem Urteil wird am 20. Juli gerechnet.

Angeklagter im Fall Hannerle Mensen zu zehn Jahren Haft verurteilt

Im Fall um die getötete Hannerle Mensen aus Bad Rothenfelde ist der 60-jährige Angeklagte zu 10 Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann Hannerle Mensen im Februar vergangenen Jahres getötet hat, indem er sie mit Müllsäcken erstickte. Die von der Staatsanwaltschaft angeführten Mordmerkmale Habgier und Heimtücke bestätigte das Gericht jedoch nicht. Deshalb bleibt eine Verurteilung wegen Totschlags. Der Richter hatte erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Angeklagten aus Hilter in diesem Prozess. Die Verteidigung kündigte an in Revision gehen zu wollen.

 

Beim zweiten Mal keine Bewährung

Ein Mann aus Osnabrück muss wegen Veruntreuung und Steuerhinterziehung für ein Jahr ins Gefängnis. Das Amtsgericht hat ihn zu der Strafe verurteilt, weil er in fast 20 Fällen Löhne nicht angegeben oder Steuern nicht gezahlt hat. Der Mann erledigte die Geschäfte seiner Baufirma, bei der offiziell seine Frau als Geschäftsführerin angegeben war. Durch fingierte Zahlungen und Rechnungen in seiner Firma entstand in den Jahren 2012 und 2013 bei Sozialkassen und Finanzamt ein Schaden von zusammen mehr als 50.000 Euro. Die jetzige Strafe von einem Jahr ist ohne Bewährung, weil der Beschuldigte wegen eines ähnlichen Vergehens vor einigen Jahren schon mal eine Strafe mit Bewährung bekommen hatte.