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Unternehmen aus der Region erwarten positive Entwicklung unter Trump

Die Mehrheit der Unternehmen aus der Region erwartet positive Entwicklungen unter US-Präsident Donald. Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Rund 200 regionale Unternehmen sind in den USA aktiv. Sie sahen es als entscheidend an, dass die neue amerikanische Regierung die transatlantischen Beziehungen weiter pflegt und aufrechterhält. Die USA bieten demnach ein großes Potenzial für Investoren und Exporteure aus der Region. Dennoch herrsche auch zum Teil Verunsicherung aufgrund des unklaren außenpolitischen- und wirtschaftlichen Kurses des neuen Präsidenten.

Betriebe müssen um Azubis werben

Schulabgänger, die einen Ausbildungsplatz suchen, haben gute Chancen, auch einen Platz zu finden. Das Ausbildungsjahr 2015/2016 ist sehr erfolgreich zu Ende gegangen, sagte Osnabrücks Arbeitsagentur-Chefin Jutta Guthardt bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen. Laut Gerhardt gab es gut 350 Angebote mehr als Bewerber:

Für viele Betriebe ist das allerdings ein Problem. Laut Marco Graf von der Industrie- und Handelskammer (IHK) konnten rund 30 % der Betriebe nicht alle angebotenen Stellen besetzen. Die Bewerber würden immer wählerischer oder entschieden sich, doch noch weiter zu Schule zu gehen.

Osnabrücker Wirtschaft will Kompromiss am Neumarkt

Die Wirtschaftsverbände und die Industrie- und Handelskammer in Osnabrück haben sich am Donnerstag zur Zukunft des Neumarktes geäußert. Ihrer Meinung müsse es einen Verkehrskonsens geben, da sowohl ein geöffneter, als auch ein geschlossener Neumarkt Vor-und Nachteile mit sich brächte. Ulrich Hoefner vom Gesamtverband der Verkehrsbetriebe Osnabrück sagt jedoch auch, dass eine Sperrung weitreichendere Folgen für Osnabrück und das Umland hätte:

Als Kompromiss könnte sich die Wirtschaft eine Tempo-30-Zone auf dem Neumarkt vorstellen. Außerdem könnte es ein Durchfahrtsverbot für Lkw geben, die nichts liefern.

Industrie- und Handelskammer begrüßt Integrationsgesetz

Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim begrüßt das neu in Kraft getretene Integrationsgesetz der Bundesregierung. Es erleichtere die Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Geduldete für die Dauer der Ausbildung und eine anschließende Beschäftigung von zwei Jahren ein Bleiberecht erhalten. Das schaffe Planungssicherheit, so die IHK. Darüber hinaus verzichtet die Agentur für Arbeit in Niedersachsen für drei Jahre auf die sogenannte Vorrangprüfung. Damit können Asylbewerber bereits nach drei Monaten Aufenthalt eine Beschäftigung aufnehmen, ohne das geprüft wird, ob ein Deutscher oder ein anderer EU-Bewerber für die Stelle zur Verfügung steht.

CDU und SPD diskutieren über Region Osnabrück

Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim lädt am Mittwochabend zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Region Osnabrück ein. Dort diskutieren unter anderem die Stadtrats- und Kreistagsfraktionen von CDU und SPD über einen möglichen Zusammenschluss von Stadt und Landkreis Osnabrück. Die IHK selbst befürwortet eine engere Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis und will deshalb die Diskussion am Leben erhalten. Konkret geht es unter anderem darum, die Wirtschaftsförderung Osnabrück und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land zu fusionieren und bei den Berufsbildenden Schulen in der Region eine gemeinsame Trägerschaft einzurichten.

IHK befürwortet Lang-Lkw

Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim spricht sich weiter dafür aus, dass zukünftig vermehrt sogenannte Lang-Lkw zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um Lastwagen, die mit etwa 25 Metern rund 7 Meter länger sind als übliche Lkw. IHK-Chef Marco Graf wiedersprach einer Forsa-umfrage wonach ein Umbau der Verkehrsinfrastruktur nötig sei und die Lang-Lkw Straßen und Brücken zusätzlich belasten würden. Die längeren Laster würden die Straßen sogar entlasten, da das zusätzliche Gewicht auch auf mehr Achsen verteilt würde. Nachdem Feldversuche gut gelaufen seien, unterstütze die IHK Bundesverkehrsminister Dobrindt und Landesverkehrsminister Lies darin, die Lang-Lkw auch im Regelbetrieb einzusetzen.

Unternehmen in der Region profitieren von Digitalisierung

Die Unternehmen in der Region profitieren von der zunehmenden Digitalisierung. Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zufolge verzeichnet jedes zweite Unternehmen in Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim durch die Digitalisierung höhere Umsätze. Allerdings sehen auch fast 70% der Betriebe Probleme bei der IT-Sicherheit. Besonders bei sogenannten Cloud-Technologien könnten Schwierigkeiten auftreten. Eckhard Lammers von der IHK betonte im Zusammenhang mit der Digitalisierung erneut, wie wichtig ein Breitbandausbau sei. Ein fehlender Breitbandanschluss sei ein Standortmangel und gefährde die Existenz von Unternehmen.

Unternehmen fürchten negative Brexit-Effekte

Die Unternehmen in der Region befürchten negative Auswirkungen durch den EU-Austritt Großbritanniens. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 350 Unternehmen im Bereich der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Vor allem während der bevorstehenden Verhandlungsphase zum EU-Austritt rechnet die Hälfte der betroffenen Unternehmen mit geringeren Exporten nach Großbritannien. Mittelfristig gehen sogar Dreiviertel der Betriebe von einer zurückgehenden Nachfrage aus. Außerdem befürchten 80% der befragten Unternehmen höhere bürokratische Hürden durch neue Zollgrenzen. Ein Stellenabbau in der Region wird deshalb allerdings nicht befürchtet, jedoch geht jeder fünfte Betrieb davon aus, bei Niederlassungen in den Großbritannien Personal einsparen zu müssen.

Mehr abgeschlossene Ausbildungsverträge in der Region

Immer mehr junge Menschen in der Region beginnen eine Ausbildung. Wie die Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim mitteilt, stieg die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf rund 2.900. Im Handwerk waren es sogar knapp 9% mehr. Trotzdem bleiben weiter viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Laut Hans-Jürgen Falkenstein von der IHK in Osnabrück sind bisher zwei Drittel der zu erwartenden Verträge für das aktuelle Jahr abgeschlossen. Es gebe noch viele offene Stellen vor allem im Handel, in Hotel und Gastronomie sowie in der Logistik.

207 - Mittagsgespräch Oltmer

IHK-Mittagsgespräch zu Flucht, Asyl und Migration

„Migration produziert Migration. Mitentscheidend für die Richtung und den Umfang von Migrationsströmen sind die Verbindungen der fliehenden Menschen zu Verwandten und Freunden, die bereits im Ausland leben“, erklärte Prof. Dr. Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück beim aktuellen IHK-Mittagsgespräch.

Die Veranstaltung in Osnabrück behandelte die Frage, weshalb Deutschland aktuell das Ziel derart umfangreicher Wanderungsbewegungen geworden ist. Neben der Vernetzung der Flüchtlinge hätten auch die Entwicklungen in anderen Staaten maßgeblichen Einfluss auf die hohe Zuwanderung nach Deutschland, sagte das Vorstandsmitglied des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. So seien mehrere Länder im sogenannten Vorfeld der Europäischen Union (EU), namentlich in Nordafrika, Osteuropa und im Nahen Osten, selbst zu Fluchtstaaten geworden. In der Vergangenheit hatten diese noch einen Gürtel um die EU gebildet. Auch sei die wirtschaftliche Lage in den EU-Peripheriestaaten Griechenland und Italien eher ungünstig, so dass das bisherige Dublin-Abkommen nicht mehr praktiziert wurde. Schließlich sei die Aufnahmebereitschaft Deutschlands im letzten Jahr größer gewesen als die der meisten anderen europäischen Länder. Vieles hänge mit den ökonomischen Problemen in der Welt seit 2008 sowie der nicht überwundenen Wirtschaftskrise in Europa zusammen, so Oltmer.

„Die Flüchtlingsfrage ist eine globale Herausforderung. Einzelstaatliche Lösungen führen nicht zum Ziel“, betonte Oltmer mit Blick auf die politischen Herausforderungen. Ob sich die EU-Länder auf ein gemeinsames Asylgesetz einigen könnten, sei auch nach jahrzehntelanger Diskussion fraglich. Ebenso nicht absehbar sei die Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen, deren Flüchtlingshilfswerk UNHCR aktuell nicht einmal über ein Budget verfüge. Hören Sie alle Informationen zum IHK-Mittagsgespräch in folgendem Mitschnitt aus unserem Programm:

Bildunterschrift:Prof. Dr. Jochen Oltmer (m.) nahm die globale Dimension der Flüchtlingsbewegungen beim IHK-Mittagsgespräch in den Blick. Im Namen der IHK begrüßten ihn Vizepräsident Mark Rauschen (r.) und Hauptgeschäftsführer Marco Graf (l.).