Über 80 Verdachtspunkte: Ab Januar Kampfmittelsuche im Stichkanal

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Minden plant laut Stadt Osnabrück in den nächsten Monaten, Baggerarbeiten im Stichkanal in Höhe der Haster Schleuse durchführen zu lassen. Da auch dieser Teil des Hafens im 2. Weltkrieg stark bombardiert wurde, sind im Vorfeld auf einer Strecke von rund 900 Metern auf dem Grund des Kanals Sondierungen nach Blindgängern durchgeführt worden. Die Untersuchungen hätten über achtzig Verdachtspunkte ergeben, die jetzt näher untersucht werden müssen, meldet die Stadt Osnabrück. Um festzustellen, ob es sich hier um ungefährliche Metallteile oder Bombenblindgänger handelt, müssen diese Verdachtspunkte freigelegt und die Objekte identifiziert werden.
Hierzu werden ab dem 11.01. jeweils in der Zeit von 21:00 bis 06:00 Uhr Taucher den Grund des Stichkanals absuchen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Januar dauern. Werden tatsächlich Blindgänger gefunden, ist es notwendig, kurzfristig eine Bombenräumung durchzuführen. Die Evakuierung soll dann im Laufe des jeweiligen Vormittags durchgeführt werden.
Das Evakuierungsgebiet wird je nach Fundort individuell festgelegt. Das Evakuierungsgebiet befindet sich aber in jedem Fall innerhalb der Grenzen des anliegenden Plans.
Sollte es zu einer Evakuierung kommen, werden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger durch Einsatzkräfte aufgesucht und zur Räumung des Gebiets aufgefordert. Die Entschärfung eines Blindgängers kann immer erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Es wird daher dringend darum gebeten, den Anweisungen der Ordnungskräfte unverzüglich Folge zu leisten. Um im Fall der Fälle Verzögerungen zu vermeiden, sollten bereits vorsorglich notwendige Transportmöglichkeiten für bettlägerige oder kranke Personen über die Regionalleitstelle Osnabrück (Tel.: 0541 323 4455) angemeldet werden. Je eher die Information erfolgt, desto besser kann für den Transport gesorgt werden.
Die Stadt Osnabrück bittet darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn über die mögliche Evakuierungsmaßnahme zu informieren.
Für Fragen ist für die Dauer der Maßnahmen im Stichkanal ein Bürgertelefon unter 0541 323 4490 geschaltet. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter und www.osnabrueck.de bzw. http://geo.osnabrueck.de/evakuierung.