Einbürgerungsfeier am Tag des Grundgesetzes im Kreishaus Osnabrück

Der Zeitpunkt konnte nicht passender gewählt werden: Am 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, fand im Kreishaus Osnabrück eine weitere Einbürgerungsfeier statt. 36 Frauen und Männer aus 18 verschiedenen Ländern erhielten ihre Urkunden.
Die Begrüßung übernahm Landrat Michael Lübbersmann. In seinem Beitrag standen die Werte des Grundgesetzes im Mittelpunkt: „Sie sind die Grundlage für unser Leben in Deutschland, dass wir Frieden und Freiheit erleben“, sagte Lübbersmann. Diese Werte müssten geschützt werden. Der Landrat ermutigte die neuen Staatsbürger in diesem Zusammenhang, sich weiterhin aktiv in die Gesellschaft einzubringen, mitzugestalten und für freie Werte einzustehen. Denn ein freies und friedliches Miteinander sei keine Selbstverständlichkeit. Nach wie vor müssten viele Menschen aus Angst um Leib und Leben ihre Heimatländer verlassen.
Lübbersmann unterstrich, dass die Vielfalt der Eingebürgerten eine Bereicherung für den Landkreis darstellt. „Obwohl die Lebensgeschichte jedes Einzelnen sehr unterschiedlich ist und Sie häufig unterschiedliche Gründe für die Entscheidung hatten, ist die heutige Einbürgerung für alle ein einmaliges Ereignis. Wichtig ist dabei eine Akzeptanz der Verschiedenheit der Menschen, damit Integration und ein freundliches sowie friedliches Zusammenleben gelingen und Potentiale voll ausgeschöpft werden können“, sagte der Landrat.
Im Anschluss sprachen die Einzubürgernden gemeinsam das feierliche Bekenntnis und erhielten ihre Einbürgerungsurkunden. Begleitet wurde dieser besondere Moment durch die Bürgermeister oder deren Vertreter, die den Eingebürgerten als Paten zur Seite standen. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte das interkulturelle Quartett der Band „Madara“ aus Osnabrück.
Als Gastrednerinnen sprachen Helen Schwenken (Universität Osnabrück), die zum Thema „Zugehörigkeit und Partizipation“ referierte, sowie Chourok Stabel-Mahassine, die bereits 2015 eingebürgert wurde. In einer sehr persönlichen Rede erzählte sie ihre Lebensgeschichte, die sie von Marokko über Frankreich bis in den Landkreis Osnabrück geführt hatte.
Der 23. Mai wird im Landkreis Osnabrück künftig regelmäßig Menschen gewidmet, die eingebürgert werden. Mit dem feierlichen Akt möchte der Landkreis ein Zeichen setzen, dass der Entschluss, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, wertgeschätzt wird. Das Motto lautete „Angekommen im Landkreis Osnabrück“. Mit dem „Angekommen“ wird ausgedrückt, dass die Menschen in die Gesellschaft integriert sind, die vollständigen politischen Rechte innehaben und zeigen, dass sie gerne in Deutschland leben und sich insbesondere im Landkreis Osnabrück wohlfühlen. Für einen feierlichen Rahmen sorgte zudem, dass Ehrengäste und zahlreiche Menschen, die bereits zuvor im Jahr 2016 eingebürgert wurden, ins Kreishaus gekommen waren. An der Veranstaltung nahmen außerdem Vertreterinnen und Vertreter von Bundes-, Land- sowie Kreistag teil.
Bildunterschrift:
Feierlicher Rahmen im Kreishaus Osnabrück: Am Tag des Grundgesetzes erhielten 36 Frauen und Männer ihre Einbürgerungsurkunden. Foto: Landkreis Osnabrück/Philipp Hülsmann