Anklage wegen versuchten Totschlags in Osnabrück

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat zwei Männer aus Osnabrück wegen versuchten Totschlags angeklagt. Die Brüder sollen im Mai 2016 einen Mann verletzt und sexuell gedemütigt haben. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, war das Opfer mit der Schwester der Beschuldigten nach islamischem Recht „verheiratet“. Es sei aber keine staatlich anerkannte, standesamtliche Ehe gewesen. Weil die Schwester der Angeklagten ihren Brüdern gesagt haben soll, dass sie von ihrem „Ehemann“ schwanger ist und von ihm vergewaltigt wurde, wollten die beiden Männer sich rächen. Dazu besuchten sie ihre vermeintlichen Schwager in seiner Wohnung. Der gab an, es gebe Probleme zwischen ihm und der Schwester der Beschuldigten und dass er sich von ihr trennen wolle. Daraufhin quälten die Beschuldigten den Mann und verletzten ihn schwer. Wann der Prozess wegen versuchten Totschlags in Osnabrück beginnt, ist noch nicht klar.