Einzelhandelskaufmann immer noch Traumberuf vieler Jugendliche

Das Ausbildungsjahr 2015/2016 ging Ende Juli zu Ende. Jetzt hat die Agentur für Arbeit Bilanz gezogen und Zahlen für die Region Osnabrück vorgestellt. Wie viele Bewerber und freie Ausbildungsstellen gab es und wie viele Stellen sind besetzt? In den meisten Fällen hat sich die Mühe für die geschriebenen Bewerbungen und die Vorstellungsgespräche gelohnt, denn insgesamt zieht Jutta Guthardt, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Osnabrück, ein positives Fazit:

      O-Ton-1-Guthardt-Fazit

Der gefragteste Ausbildungsberuf ist nach wie vor Einzelhandelskaufmann, dicht gefolgt Bürokaufmann. Aber auch Tischler, Industriemechaniker oder Medizinischer Fachangestellter zählen zu den 10 beliebtesten Ausbildungsberufen. Heutzutage suchen  die Betriebe die Auszubildenden – früher war es umgekehrt.  Das liegt daran, dass es immer weniger Schüler gibt und das bedeutet, dass es auch immer weniger Azubis gibt:
      O-Ton-2-Guthardt-Attraktive-Unternehmen

Durch Betriebspraktika und Kooperationen mit Schulen, versuchen Unternehmen interessierte Jugendliche frühzeitig an sich zu binden. Auch von Seiten der Agentur für Arbeit gibt es da verschiedene berufsbegleitende Angebote, um den Start in die Ausbildung so leicht wie möglich zu machen. Der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel sind allerdings nicht die einzigen Aufgaben, die die Agentur für Arbeit in Zukunft bewältigen muss. Auch der große Flüchtlingszuzug bringt einige Herausforderungen mit sich:
      O-Ton-3-Guthardt-Flüchtlinge

Schwierige Aufgaben, die die Agentur für Arbeit da noch bewältigen muss. Das geht nur wenn Agentur für Arbeit, regionale Unternehmen, Kammern und Kommunen in Zukunft stärker zusammenarbeiten. Und das haben sie sich jetzt vorgenommen. Es soll z.B. eine Jugendberufsagentur aufgebaut werden: da arbeiten dann die Agentur, Jobcenter und Stadt zusammen.