Osnabrück: 18 vorbildliche Häuser in Osnabrück mit grüner Hausnummer ausgezeichnet

In einem Wettbewerb, gemeinsam mit der Klimaschutz und Energieagentur Niedersachsen, verlieh die Stadt Osnabrück zum ersten mal die Auszeichnung „Grüne Hausnummer“. Insgesamt 18 Haus- und Wohnungseigentümer aus Osnabrück erhielten das Klimasiegel im Friedenssaal im Rathaus Osnabrück. Insgesamt 28 Eigentümer meldeten sich für die Auszeichnung in Osnabrück. Gewonnen haben davon Häuser und Wohnungen, die durch ihre Energieeffizienz die Umwelt schützen. Denn wo nicht viel geheizt werden muss, wird nicht so viel CO2 ausgestoßen. Für dieses Engagement für den Klimaschutz wollte die Stadt nun einfach mal danken, sagt Nele Schapher vom Fachdienst Umweltplanung der Stadt Osnabrück:

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Vorbildfunktion haben die Preisträger auf jeden Fall, denn um die grüne Hausnummer zu bekommen, haben die Eigentümer ihre Häuser so saniert, dass sie jetzt weniger CO2 ausstoßen, zum Beispiel durch Fassadendämmung, Einbau von Wärme- und Stromspeichern oder ans Haus integrierte Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos. Familie Hanke-Vagelpohl ist eine der Familien, die nun eine grüne Hausnummer hat. Ihr Neubauhaus hat aber viel mehr als nur dichte Fenster und eine dämmende Fassade: es ist ein Sonnenhaus. Was das ist, erklärt Hausbesitzer Detlef Vagelpohl:
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Das Sonnenhaus heizt sich also komplett alleine. Zusätzlich ist das Haus ausschließlich aus Holz und Lehm gebaut. Das isoliere gut und die Familie verringere damit nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern spare auch Geld bei den Heizkosten. Denn die Sonne scheine ja umsonst und der Holzofen verbrauche nicht mehr Holz als ein normaler Kamin, erklärt Detlef Vagelpohl. Auf ihr fertiges, umweltfreundliches Haus ist die Familie sehr stolz, meint auch Ehefrau Ute Hanke:
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Die grüne Hausnummer soll den Trend zum Klimaschutz weiter unterstützen, indem sie an Vorbild-Häusern hängt. In Osnabrück ist dies neu, in Niedersachsen werden bereits seit zwei Jahren grüne Hausnummern verteilt. Auch die Stadt Osnabrück möchte das Projekt gern weiterführen, allerdings wohl erst in zwei Jahren. Damit es wieder genug interessierte Eigentümer gebe, so die Stadt.
Foto: © Stadt Osnabrück