Gemischte Reaktion zum Rechtsabbiegeverbot bei Spediteuren

Die Logistikbranche in Osnabrück sieht ein mögliches Rechtsabbiegeverbot für Lastwagen vom Wallring in Osnabrück mit gemischten Gefühlen. Dem NDR sagten viele Unternehmen, dass sie glauben, dass andere Maßnahmen besser geeignet seien, um Unfälle mit Radfahrern zu verhindern. Dieser Meinung ist auch der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN). Dessen Geschäftsführer Benjamin Sokolovic sagte dem NDR, Verbote dürften nur das letzte Mittel sein. Er schlägt neue Ampelschaltungen und andere Verkehrsführungen vor. Auch der Spediteur Siegfried Serrahn sprach sich für versetzte Ampelphasen aus und erteilte einem pauschalen Rechtsabbiegeverbot eine Absage. Nur, wo es besonders gefährlich sei, könne das Sinn machen. Das Logistikunternehmen Hellmann begrüßt die Pläne grundsätzlich, allerdings nur mit einem passenden Konzept. Spediteur Klaus Hellmann sagte dem NDR, dass man als Spediteur notfalls auch wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen muss. Die Stadt Osnabrück überlegt, die Verkehrsführung auf dem Wallring zu ändern und dort ein generelles Rechtsabbiegeverbot für Lastwagen einzuführen und sie auf dem Innenstadtring nur noch im Uhrzeigersinn fahren zu lassen. Ensprechende Pläne werden zurzeit mit der Landesverkehrsbehörde besprochen. Im Frühjahr 2018 sollen sie der Osnabrücker Politik vorgelegt werden.