Umweltministerium kritisiert Osnabrücker Luftreinhalteplan

Das niedersächsische Umweltministerium hält den Luftreinhalteplan der Stadt Osnabrück für hinfällig. Das geht aus einem Schreiben des Ministeriums an den Stadtentwicklungsausschuss hervor. Der Plan sieht bisher vor, dass Osnabrück die Grenzwerte für Stickoxide in der Innenstadt bis 2022 einhalten soll. Für das Umweltministerium sei das zu spät. Osnabrück müsse alle Maßnahmen einsetzen, die die Einhaltung der Grenzwerte schon früher möglich mache. Dazu zählten auch Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Bisher hatte der Stadtrat Fahrverbote jedoch abgelehnt. Die Verwaltung der Stadt prüft jetzt aber, inwieweit Fahrverbote für Diesel die Luft in der Innenstadt verbessern könnten. Das sagte Detlev Gerdts, der Fachbereichsleiter Umwelt der Stadt dem NDR.
Für Volker Bajus von den Grünen sind Fahrverbote der einzige Weg, um die Grenzwerte früher einzuhalten. Kritik daran kommt vom Bund Osnabrücker Bürger. Dessen Vorsitzender Steffen Grüner hält den Busverkehr für das Hauptproblem für die schlechte Luft am Neumarkt. Am Schlosswall wiederum sei die Messstation zu dicht an der Fahrbahn aufgestellt. Eine Sperrung bestimmter Strecken für Dieselfahrzeuge werde nur andere Straßen belasten, so Grüner weiter.