Handgiftentag im Osnabrücker Stadtrat

Ratspolitiker und Gäste haben gestern im Osnabrücker Rathaus den traditionellen Handgiftentag begangen. Der Handgiftentag bildet symbolisch den Auftakt für das Sitzungsjahr des Stadtrats. Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert blickte dabei in seiner Rede auf das vergangene Jahr zurück und auf Aufgaben des bevorstehenden Jahres. Griesert mahnte u.a. an, dass die finanzielle Situation Osnabrücks nur vermeintlich komfortabel sei. Der Stadtrat hatte im Dezember einen Rekordhaushalt von fast 580 Millionen Euro für die kommenden Jahre verabschiedet. Ein großer Teil davon soll in Investitionen fließen. Weitere Themen der Handgiftenrede des Oberbürgermeisters waren die Wohnsituation, das Ehrenamt, die bevorstehende Europawahl, die Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis sowie die Lage am Neumarkt. In diesem Zusammenhang ging Griesert auch auf die Kritik am Baustellenmanagement der Stadtverwaltung ein. Keiner habe mehr Wissen und Erfahrung, die Baustellen zu organisieren als die Baustellenmanager der Stadt, so der Oberbürgermeister. IHK und HWK hatten im vergangenen Jahr kritisiert, dass die Baustellen in Osnabrück schlecht aufeinander abgestimmt seien. Das sorge für Staus und Verzögerungen im Stadtverkehr.