Mutmaßlicher Geiselnehmer von Lengerich kein Unbekannter

Der mutmaßliche Geiselnehmer von Lengerich war der Polizei bekannt. Ein Sprecher sagte, dass der 25-jährige Ende Dezember einen Suizid ankündigt hatte und deswegen vorläufig in die Psychiatrie eingewiesen worden war. Wie bei der Geiselnahme drohte er auch da schon mit einer Bombe. Beamte durchsuchten deswegen das Hotelzimmer in Ibbenbüren, in dem er untergebracht war – sie fanden aber nur Silvesterfeuerwerk. Auch in Lengerich wurden weder eine Bombe noch Waffen gefunden. Der Mann hatte am Montag mehr als 40 Mädchen und ihre Betreuerinnen in einer Sporthalle festgehalten und war nach einer guten Stunde überwältigt worden. Verletzt wurde niemand. Die jugendlichen Mädchen gehören zu einer Gruppe Sportlerinnen, die regelmäßig in der Sporthalle trainieren. Bislang unklar ist, warum der 25-jährige am Montag nicht mehr in der Psychiatrie war. Er hätte eigentlich erst am Mittwoch (9.1.) entlassen werden sollen.