Zöllner finden verbotenen Elektroschocker in Osnabrücker Wohnung

Osnabrücker Zöllner haben bereits im Dezember letzten Jahres bei einer Wohnungsdurchsuchung in Osnabrück einen Elektroschocker als Taschenlampe getarnt entdeckt. Die Beamten ermittelten gegen den Wohnungsinhaber im Auftrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen des Verdachts der Beschäftigung von Schwarzarbeitern im Kurierdienst. Als die Beamten Beweise suchten, dass der Beschuldigte keine Sozialabgaben für Beschäftigte gezahlt haben soll, entdecktensie in einem Schuhschrank im Flur einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker. In den Ring um die Lampe sind bei dem Gerät Elektroden eingearbeitet, über die Hochspannungs-Blitzentladungen zu hören sind. Das soll den Gegner abschrecken. Wird dieser Ring einem Menschen auf den Körper gesetzt, können heftige Stromschläge den Betroffenen außer Gefecht setzen. Es gibt auf den Markt zugelassene Elektroschocker. Diese Geräte tragen das Prüfzeichen der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt zur Bestätigung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit und dürfen von Erwachsenen gekauft werden. Der in der Wohnung gefundene Elektroschocker gehört nicht dazu. „Im Gegensatz dazu sagt das Waffengesetz ganz eindeutig, dass Elektroschocker, die einen Gebrauchsgegenstand vortäuschen oder mit Gegenständen des täglichen Bedarfs verkleidet sind, als getarnte Waffen verboten sind“, so der Pressesprecher des Hauptzollamts Osnabrück, Christian Heyer. Der Elektroschocker in der Osnabrücker Wohnung wurde von den Zöllnern eingezogen und der Polizei Osnabrück für weitere Ermittlungen übergeben.