Urteil im Prozess um toten Osnabrücker Säugling in einer Woche

Im Prozess um den toten Osnabrücker Säugling hat der Anwalt des angeklagten Vaters auch auf Totschlag plädiert. Das sagte er in seinem Abschlussplädoyer. Svenja Lafarré berichtet.

Text-Version des Berichts:

Auch aus seiner Sicht habe sein Mandant das Baby totgeschlagen. Trotzdem forderte der Anwalt ein geringeres Strafmaß als die Gegenseite: acht Jahre und sechs Monate. Zu Gunsten seines Mandanten sei insbesondere von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit auszugehen. Der Angeklagte sei alkohol- und drogenabhängig und habe auch am Wochenende vor der Tat Drogen konsumiert. Es könne deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten bei der Tat eingeschränkt gewesen sei. Genau das sah die Staatsanwaltschaft anders. Sie forderte deshalb bereits letzte Woche eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren.  Ein Urteil in dem Prozess verkünden die Richter nächste Woche Freitag.