Streit im Bewerberverfahren für Chefposten am Amtsgericht Osnabrück beendet

Seit mehr als zwei Jahren ist der Chefposten am Amtsgericht Osnabrück unbesetzt – das könnte bald ein Ende haben. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, ist ein Streit zwischen einer Bewerberin und dem Landesjustizministerium beendet. Immer wieder hatten sich beide Seiten vor dem Verwaltungsgericht getroffen. Es ging darum, dass das Justizministerium Niedersachsen die Leitende Oberstaatsanwältin aus Oldenburg nicht als Bewerberin für das Präsidentenamt am Amtsgericht Osnabrück zulassen wollte – Begründung: es sollten sich nur Kandidaten bewerben, für die der Job eine Beförderung bedeuten würde. Das wäre bei der Oberstaatsanwältin aber nicht so gewesen. Die klagte dagegen, weil für den Job in Osnabrück eigentlich der oder die Beste hätte ausgewählt werden müsse. Und laut Qualifikation wäre sie das im Bewerbungsverfahren gewesen. Zwar würde der Job für sie einen Abstieg beim Gehalt bedeuten – dass sie ihn dennoch haben möchte, begründete die Oberstaatsanwältin mit persönlichen Gründen. Die ließ das Justizministerium nach mehr als zwei Jahren jetzt auch gelten und macht damit eine Ausnahme. Wann das neue Bewerbungsverfahren startet, wie viele Bewerber es haben wird und wann es zu Ende sein wird, ist zurzeit noch unklar.