Reaktionen aus Osnabrück zur geplanten Abschiebestelle in Osnabrück

Das Land Niedersachsen plant die Gründung einer Zentralen Abschiebestelle. Ein Kompetenzzentrum dieser Stelle könnte auch in der Stadt Osnabrück entstehen. Auf das Vorhaben des Innenministeriums haben jetzt auch Institutionen und Parteien aus Osnabrück reagiert. Grüne, Linke und auch der Osnabrücker Caritasverband kritisieren die Pläne des Innenministeriums. Besonders schwierig wird der geplante Standort im Remarque-Haus, dem Flüchtlingshaus am Natruper Holz bewertet. Das Remarque-Haus stehe für Willkommenskultur und nicht für ein Abschiebezentrum, so die Osnabrücker Grünen. Ähnlich sehen das auch die Linken: Die Entscheidung, das Remarque-Haus als Abschiebezentrum zu nutzen sei mehr als zynisch. Schließlich hätte sich Remarque als Humanist gerade für die Rechte von Geflüchteten eingesetzt. Der Caritasverband aus Osnabrück stellte den gesamten Plan einer Zentralen Abschiebestelle in Frage. Die kommunalen Ausländerbehörden seien viel näher an den betroffenen Menschen dran. Eine zentrale Abschiebestelle sei demnach gar nicht in der Lage, tagesaktuell zu entscheiden.