(pm) Einbürgerungsveranstaltungen zählen zu den festen Programmpunkten im Kalender des Landkreises Osnabrück. Die jüngste Feier verzeichnete eine Besonderheit: Unter den 46 Menschen aus 13 verschiedenen Ländern waren 24 Britinnen und Briten, die die Chance nutzen, unter Beibehaltung der britischen Staatsangehörigkeit zusätzlich die Deutsche zu erwerben.

Der Landkreis Osnabrück möchte durch diesen feierlichen Akt ein Zeichen setzen: Der Entschluss, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, wird wertgeschätzt. Dazu wird als bereichernd wahrgenommen, dass Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen die Region mitprägen. „Angekommen im Landkreis Osnabrück“, lautete das Motto der Veranstaltung. Mit dem „Angekommen“ wird ausgedrückt, dass die Menschen in die Gesellschaft integriert sind, die vollständigen politischen Rechte innehaben und zeigen, dass sie gerne in Deutschland leben und sich insbesondere im Landkreis Osnabrück wohlfühlen.

Die Festrede hielt Volker Trunt als neuer Fachdienstleiter des Fachdienstes Ordnung. Er machte den Einzubürgernden und Gästen Mut, sich aktiv in die Gesellschaft und Gemeinden – sei es in den Schulen, Kirchen oder Sportvereinen – einzubringen. Hervorgehoben wurden auch die sogenannten Deutschen-Grundrechte, wie etwa die Berufs- und Versammlungsfreiheit.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Europa- und Landratswahl am 26. Mai verwies Trunt auf das nun auch den Eingebürgerten zustehende Wahlrecht und rief dazu auf, von diesem Recht Gebrauch zu machen. Er appellierte an die Eingebürgerten, die Zusammensetzung der Volksvertretungen in ihrer Kommune, dem Bundesland, im Bund und in Europa nicht denjenigen zu überlassen, die Vielfalt nicht zulassen und demokratische Institutionen und Verfahren abschaffen wollen.

Im Anschluss sprachen die Einzubürgernden gemeinsam das feierliche Bekenntnis, erhielten ihre Einbürgerungsurkunden und sangen die Nationalhymne. Beschlossen wurde die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Essen und Gesprächen.

Bildunterschrift:Feierliche Stunde im Kreishaus Osnabrück: 46 Menschen aus 13 verschiedenen Ländern erhielten jetzt ihre Einbürgerungsurkunde. Foto: Landkreis Osnabrück/Philipp Hülsmann