Fußballspiele: Osnabrück schließt am meisten Fans aus

Die Polizei in Osnabrück hat in der vergangenen Fußballsaison so viele Aufenthalts- und Betretungsverbote gegen Fußballfans ausgesprochen, wie nirgendwo sonst in Niedersachsen. Das geht aus einer Antwort des niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport auf eine Anfrage der FDP hervor.

In der Saison 2017/2018 wurden in Osnabrück insgesamt knapp 400 Verbote ausgesprochen. Ein Drittel der Fans kam aus Osnabrück, zwei Drittel von auswärtigen Fußballvereinen. Osnabrück liegt niedersachsenweit im Bereich der Verbote auf Platz eins. Noch vor der Stadt Hannover, die auf rund 200 Verbote kam. Die Aufenthalts- und Betretungsverbote werden durch die Polizei genutzt, um Störungen oder Gewalttaten bei Fußballspielen zu verhindern. Dadurch, dass die Verbote gegenüber einzelnen Personen ausgesprochen werden, könnten laut Innenministerium Kollektivmaßnahmen, beispielsweise der Ausschluss aller Fans von einem Fußballspiel vorgebeugt werden.