Kreis Osnabrück Hochburg des Hantavirus

Die Zahl der Hantavirus-Erkrankungen in Niedersachsen ist im in diesem Jahr besonders hoch. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes hat es in der ersten Jahreshälfte schon 85 Fälle gegeben, im Vergleich zu 50 Fällen im ganzen vergangenen Jahr. Das Landesgesundheitsamt rechnet damit, dass es bis zu 100 Infektionen in diesem Jahr geben könnte. Ganz weit vorne dabei ist der Kreis Osnabrück. Von hier wurden bis jetzt 60 Erkrankungen gemeldet – mehr als zwei Drittel aller gemeldeten Fälle in Niedersachsen. Übertragen wird der Hantavirus über Kot, Urin und Speichel der Rötelmaus. Menschen können erkranken, wenn sie zum Beispiel Garagen, Kellerräume oder Schuppen reinigen. Beim Fegen werden die Viren mit dem Staub aufgewirbelt und eingeatmet. Wer sich mit Hantaviren infiziert, kann nach einigen Wochen hohes Fieber, Übelkeit und Erbrechen bekommen. Das Landesgesundheitsamt empfiehlt deshalb, Scheunen und Schuppen gut zu lüften und tote Mäuse nicht mit bloßen Händen zu berühren.