Geld aus Drogenvermögen geht in die Staatskasse

(MO) Nach fast elf Monaten Prozess hat das Landgericht Osnabrück einen Mann aus dem Emsland als Boss einer Drogenbande zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Er muss aber nicht nur 17 Jahre in Gefängnis, sondern auch einen Großteilteil seines Vermögens abgeben. Für das Gericht ist klar, dass der Mann aus Werlte Millionen mit Drogenschmuggel gemacht hat. Wieviel genau, ist zwar nicht klar. Fast dreieinhalb Millionen aus einem der großen Deals gehen aber in die Staatskasse. Auch das ist Teil des Urteils. Doch es geht nicht nur um das Geld aus dem Drogenhandel – sondern auch um das, was er damit gekauft hat. Und das waren Luxusgüter wie Uhren und Schmuck im Wert von etwa 100.000 Euro, eine Harley Davidson, ein Quad, ein Wohnmobil und ein Sportflugzeug. All das bekommt der Staat -„zum Zweck der Vermögensabschöpfung“, wie es offiziell heißt. Weil nicht klar ist, wieviel Geld der Drogenboss noch hat, bleibt er auch in Untersuchungshaft. Es bestehe sonst Fluchtgefahr.