(AM) Das historische Seminar der Uni Osnabrück hat eine Ringvorlesung auf die Beine gestellt – als Reaktion auf den Anschlag auf die Synagoge in Halle. Unter dem Titel „Der lange Schatten“ beleuchten die Experten viele Aspekte der antisemitischen Gewalt in der Geschichte. Die Ringvorlesung ist für alle offen. Die nächste Vorlesung ist am 26.11. zum Thema „Judentum und antijüdische Propaganda im spätmittelalterlichen Osnabrück“. Mit dem Referenten Dr. Thorsten Heese haben wir gesprochen. Er ist Kurator für Stadt- und Kulturgeschichte im Museumsquartier Osnabrück. Hören Sie den Mitschnitt.

Die weiteren Vorträge sind immer dienstags von 18-20 Uhr im Hörsaalgebäude Kolpingstraße, Raum 01/EZ04.

3.12. Professor Dr. Thomas Vogtherr: „Christusmörder“ und „Brunnenvergifter“ – Das Entstehen antijüdischer Vorurteile im Mittelalter und die großen Wellen der Judenverfolgungen

10.12. Professorin Dr. Julia Becker (Sozialpsychologie): Offensichtlicher und subtiler Antisemitismus – sozialpsychologische Erkenntnisse zur Entstehung und Verbreitung

17.12. Dr. Manuel Köster: „Schutzimpfung“ oder „Identitätsstiftung“? Historisches Lernen im Kontext von Populismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

7.1.2020 Privatdozent Dr. Frank Wolff: „Anti-Anti“: Jüdische Antisemitismusabwehr seit dem 19. Jahrhundert

14.1. Professor Dr. Jannis Panagiotidis: Von „Kosmopoliten“, „Zionisten“ und „verbrecherischen Ärzten“: Antisemitismus in der Sowjetunion

21.1. Dr. des. Sebastian Musch: Die „Schmierwelle“ 1959/1960 – Rechtsextremismus und Antisemitismus in der frühen Bundesrepublik

28.1. Professor Dr. Christoph Raß: Rechtsextremismus, Antisemitismus und ihre Institutionen in Deutschland seit 1945

4.2. Armin Langner (Philadelphia): Deutsch-Sein und Jude-Sein: Zugehörigkeitsdebatten in der Aufklärung und heute