Landgericht Osnabrück © OS-Radio

Schleuser und Rocker in Osnabrück vor Gericht

(MO) Gleich zwei aufwändigere Prozesse starten am Dienstag am Landgericht Osnabrück. Unter anderem wegen bandenmäßiges Einschleusens von Ausländern sind zwei Männer aus Bad Iburg angeklagt. Die Männer sollen Ukrainer mit gefälschten EU-Papieren ausgestattet und dann als Arbeitskräfte vermittelt haben, vor allem in die fleischverarbeitende Industrie. Dafür hätten Betriebe pro vermittelter Arbeitskraft angeblich gut 360 Euro gezahlt. Außerdem sei ein Teil des Lohns der vermittelten Arbeitskräfte direkt an die Angeklagten geflossen. Für den Prozeß sind zehn Termine vorgesehen.

In einem weiteren Prozess stehen drei Männer aus Gronau in Westfalen wegen Landfriedensbruchs vor dem Landgericht. Sie sollen zu einer rockerähnlichen Vereinigung gehören, die mit insgesamt 24 Männern eine Disko in Schüttorf gestürmt hat, weil sie vorher Hausverbot bekommen hatten. Das war im April 2016. Die Angeklagten sollen bei der Aktion damals mehrere Personen verletzt haben. So habe einer von ihnen einem Security-Mitarbeiter aus nächster Nähe Reizgas ins Gesicht gesprüht.