Jugendarbeit und Kinderschutz trotz Corona-Krise

(LT/PM) Während der Corona-Krise und der damit verbundenen Schulschließungen haben auch viele Einrichtungen für Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit geschlossen. Damit Kinder und Jugendliche aber auch während der Krise Ansprechpartner haben, hat der Fachbereich Kinder, Jugendliche und Familie der Stadt Osnabrück zusammen mit den Trägern der Einrichtungen alternative Angebote online oder per Telefon geschaffen. Persönliche Besuche bleiben aber absolute Ausnahmen in Notsituationen.

 

Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Kinder- und Jugendnotdienst zu. Die Telefonnummer 0541 27276 ist bereits seit 17 Jahren etabliert und allen Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe, der Polizei sowie den Krankenhäusern bekannt. Der Dienst ist rund um die Uhr auch an Sonn- und Feiertagen erreichbar.

Damit Kindertagesstätten und Horte auch weiterhin Kontakt zu den Kindern und Eltern haben, hat die Fachverwaltung zudem gute Beispiele für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern in Zeiten der Pandemien aus der Trägerlandschaft gesammelt. Einrichtungen haben der Stadt gute Beispiele mitgeteilt, die dann allen Einrichtungen komprimiert zur Verfügung gestellt wurden. Einrichtungen bieten telefonische Familiensprechstunden an, geben Tipps für Beschäftigungsmöglichkeiten und den Umgang mit Medien und lassen den Eltern Informationsmaterialien zukommen. So ist beispielsweise das Bilderbuch „Das Corona-Häschen“ entstanden, das Kindern die derzeitige Situation und die vielen Einschränkungen erläutert. Auch einen Spieleverleih haben einige Kindertagesstätten organisiert. Die Familienbegleiterinnen chatten mit den Kindern und erklären Eltern, die trotz mehrsprachiger Infoblätter noch Fragen haben, warum beispielsweise Spielplätze derzeit geschlossen sind.

Auch ambulante Erziehungsberatungsstellen wie die Arbeiterwohlfahrt, das Bistum Osnabrück, die Diakonie und der Kinderschutzbund bieten telefonische Beratung an und sind per E-Mail erreichbar. Träger, die ambulante Hilfen für Familien anbieten, haben weiterhin über Skype und andere Medien Kontakt zu ihren Familien. In Notsituationen stehen sie auch für kurze Hausbesuche bereit oder nehmen Kinder auf eine Radtour mit. In Krisen- und Notsituationen ist auch der Soziale Dienst weiterhin erreichbar und ist bei Hausbesuchen vor Ort. Notwendige Hilfen bis hin zu Inobhutnahmen sind weiterhin möglich.

Im Bereich der Jugendarbeit und in der Jugendgerichtshilfe kommen ebenfalls Telefon und E-Mail zum Einsatz. Streetworker nutzen diese Kommunikationsmittel, mit Fangruppierungen werden künftige Aktionen online vorbereitet. Die Kinder- und Jugendarbeit macht digitale Angebote via Instagram und Video, stellt Spiele, Rätsel, Sport- und Fitnessangebote zur Verfügung. Jugendsozialarbeit beim Übergang von der Schule in den Beruf findet über Telefon und Skype statt, ebenso die Jugendberufshilfe, die Klienten mit Lernmitteln versorgt.

Im Zentrum für Jugendberufshilfe Dammstraße unterstützen die Werkstattleiter die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, stellen Lehrmittel bereit und halten Kontakt über Telefon und E-Mail. Sprechzeiten sind die regulären Öffnungszeiten, zudem legen die Anleiter wöchentliche Stundenpläne fest.

Auch das Team Vormundschaften/Pflegschaften ist weiterhin aktiv. Persönliche Kontakte zu Mündeln wurden auf ein Minimum heruntergefahren, die Erreichbarkeit über soziale Medien, Telefon, Skype und E-Mails ist gesichert. Darüber hinaus haben die Vormünder all ihre Mündel angerufen oder angeschrieben. Sie erkundigen sich, wie sie mit der Ausnahmesituation umgehen. In Notsituationen können sich die Kinder und Jugendlichen jederzeit an ihre Vormünder wenden. Dann treffen sie sich mit ihnen auch zu persönlichen Gesprächen bei Spaziergängen. Außerdem haben die Vormünder ihnen Tipps zur Alltagsgestaltung zukommen lassen.