Quakenbrück: 150 Gaffer behindern nach Verkehrsunfall die Arbeit der Rettungskräfte

(PM) Am Samstagabend fuhr ein 37-jähriger Quakenbrücker mit seinem PKW die Artlandstraße in Richtung stadtauswärts. In Höhe des Weideweges verlor der Mann laut Polizeimeldung die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam nach links von der Fahrbahn ab. Dort zerstörte er einen Verteilerkasten für Telefon und Internet. Anschließend drehte sich das Fahrzeug und prallte noch in einen Maschendrahtzaun und Stromkasten. Auf dem umgefahrenen Stromkasten blieb das Fahrzeug stehen. Ein Zeuge hatte den Unfall bemerkt und sah, wie der Fahrzeugführer ausstieg und wenige Meter neben seinem Pkw bewusstlos zusammenbrach. Die eintreffenden Rettungskräfte hatten mit rund 150
Schaulustigen zu kämpfen, die zur Befriedigung ihrer Neugier unmittelbar bis an den Unfallort herantraten. Mehrere Beamte mussten die Leute fortschicken. Der 37-Jährige wurde umgehend behandelt und ins Krankenhaus transportiert. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen, es bestand der Verdacht einer Alkoholbeeinflussung. Für die Bergung des Pkw musste ein Techniker des
Stromnetzbetreibers vor Ort erscheinen, die Feuerwehr hatte festgestellt, dass das Fahrzeug möglicherweise unter Spannung stand. Der Techniker schaltete den Strom ab und der Wagen konnte geborgen werden. Zeitgleich kümmerte sich ein weiterer Techniker um die Sicherung des Telekommunikationskastens. In angrenzenden Häusern fielen zeitweise Strom, Internet und Telefon aus. Die Ermittlungen der Polizei ergaben noch in der Nacht, dass das Unfallfahrzeug nicht zugelassen und mit falschen Kennzeichen unterwegs war. Der Unfallverursacher steht zudem im Verdacht, das Fahrzeug ohne Fahrerlaubnis geführt zu haben. Der Quakenbrücker wurde bei dem Unfall schwer aber nicht lebensgefährlich verletzt.