Bistum Osnabrück lässt Maria und Josef reisen

(PM) Die Herbergssuche von Maria und Josef hat im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln der Niels-Stensen-Kliniken ein Ende gefunden. Bei dieser Aktion des Bistums Osnabrück hatten die lebensgroßen Figuren des Streetartkünstlers Mika Springwald aus Osnabrück zuerst Unterkunft bei der Caritas in Osnabrück erhalten, kamen dann bei der Citypastoral „Kirche in Meppen“ unter, haben anschließend die Jugendbildungsstätte „Haus Maria Frieden“ in Wallenhorst-Rulle besucht und sodann im Bischofshaus in Osnabrück Station gemacht, bevor sie im Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln ankamen.

Bei ihrer Station im Bischofshaus hatte Dr. Bode erläutert: „Wenn wir in die Bibel schauen, sehen wir, dass die beiden es nicht leicht hatten. Sie waren arm, die Geburt Jesu war in einem Stall und bald darauf mussten sie nach Ägypten fliehen. Und trotz aller dieser Widrigkeiten haben sie selbst nie den Mut und ihren Glauben verloren und sie haben nicht aufgegeben. Der Besuch ist für mich deshalb ein Zeichen der Hoffnung in diesen verrückten Zeiten.“

Zunächst in Osnabrück

Die erste Unterkunft auf ihrem Weg nach Ostercappeln hatten Maria und Josef bei der Stadtcaritas in Osnabrück gefunden. „Als Caritas sind wir für Menschen in Not da, die nach Herberge suchen. Die Corona-Krise hat viele Menschen, die sonst gerade so über die Runden gekommen sind, in Not gebracht. Für andere, die es bereits vorher schwer hatten, hat die Krise die Situation noch verschärft“, begründete die Caritas die Aufnahme: „In der Allgemeinen Sozialen Beratung der Caritas finden Menschen in Not stets jemanden, der ihnen zuhört und hilft. Die Mitarbeiterinnen der Caritas kümmern sich um alle Menschen, die Orientierung und Unterstützung im täglichen Leben benötigen. So tragen wir dazu bei, dass man wieder Zuversicht gewinnt – auch in die eigenen Fähigkeiten.“ In den Koffer von Maria und Josef packten die Caritas-Mitarbeiter ganz modern ein Tablet, um die Suche nach einer Herberge zu ermöglichen. Herberge heiße auch, in Kommunikation zu bleiben: „Wir nutzen die digitalen Möglichkeiten, um in der Pandemie Beratung und Unterstützung zu geben.“

Nächste Station: Citypastoral Kirche in Meppen (KiM). Sie habe stets eine offene Tür, hieß es: „Hier finden Maria und Josef in der Begegnung mit anderen suchenden Menschen die Kraft, ihren Weg weiterzugehen. KiM gibt dem Heiligen Paar einen Stern mit auf die Reise, damit die Beiden auf ihren Weg stets Licht bei sich haben.“

Maria & Josef in Rulle

Larissa Niermann und Benedikt Heuer hießen Maria und Josef auf ihrer Herbergssuche im Haus Maria Frieden in Rulle willkommen: „Normalerweise sind wir als Jugendbildungsstätte im ganz wortwörtlichen Sinne Herberge für viele junge Menschen. Zurzeit ist allerdings vieles nicht so, wie wir es gewohnt sind“, erläutern die beiden: „Unsere Zimmer sind die meiste Zeit unbelegt und wir können kaum Gäste empfangen. Umso mehr freuen wir uns, jetzt Maria und Josef willkommen zu heißen, für die wir sonst zu dieser Zeit wahrscheinlich kein freies Zimmer zur Verfügung hätten.“

Gottesdienst in St. Raphael

Am Ziel ihrer Reise in Ostercappeln traf Bischof Dr. Bode Maria und Josef zu Weihnachten am Eingang des Krankenhauses St. Raphael, wo er einen Wortgottesdienst hielt, aber in diesem Jahr coronabedingt auf den traditionellen Besuch an den Krankenbetten verzichten musste.

Die Patienten dürfen in Ostercappeln coronabedingt wie in den anderen Krankenhäusern der Region keinen Besuch empfangen. Nur über die Feiertage hatten die Niels-Stensen-Kliniken und weitere Krankenhäuser das Besuchsverbot gelockert, sodass jeder Patient unter engen Vorgaben einen Besucher empfangen durfte. Maria und Josef empfingen viele von ihnen in ihrem Herzen.