Faulbrut bei Bienen: Bad Iburg ist Sperrgebiet

(MO) Schlechte Nachricht für Imker*innen in Bad Iburg. In der Osnabrücker Südkreiskommune ist die amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Der Landkreis Osnabrück hat Teile Bad Iburgs deswegen zum Sperrgebiet erklärt. Um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern, hat der Kreis außerdem eine Allgemeinverfügung erlassen. Die amerikanische Faulbrut ist für Menschen ungefährlich, für Bienen aber tödlich.

Für den Sperrbezirk gilt Folgendes:
1. Sämtliche Bienenstände im Sperrbezirk sind dem Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück, Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück, Tel.: 0541 501-2350, unverzüglich unter Angabe des genauen Standortes zu melden. Es müssen auch solche Bienenvölker gemeldet werden, die sich zur Zeit der Rapsblüte in dem Sperrbezirk befunden haben.
2. Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind unverzüglich auf Amerikanische Faulbrut zu untersuchen; diese Untersuchung ist frühestens zwei, spätestens neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker des verseuchten Bienenstandes zu wiederholen. Die Bienenhalter haben bei den Untersuchungen, die kostenfrei sind, entsprechende Hilfe zu leisten.
3. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.
4. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Dies gilt nicht für Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, wenn sie an wachsverarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden, sowie für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.
5. Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.