Neue Corona-Verordnung in Niedersachsen

(LT) Ab morgen gilt in Niedersachsen eine neue Corona-Verordnung. Damit setzt die Landesregierung die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz aus der letzten Woche um. Maßgeblich für die Einschränkungen ist dann die Hospitalisierung. Die gibt an, wie viele Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen in einem Krankenhaus aufgenommen wurden. Die Schwellenwerte sind dabei 3, 6 und 9. Es gilt der Wert, den das Land Niedersachsen angibt. Die aktuellen Werte finden Sie auf der Seite des Landes Niedersachsen.  Die Leitindikatoren Intensivbetten und 7-Tage-Inzidenz entscheiden desweiteren darüber, ob eine Warnstufe für das ganze Land oder nur eine Region gilt. Überschreiten auch die Intensivbettenbelegung einen Grenzwert, gilt die Warnstufe für ganz Niedersachsen, bei der 7-Tage-Inzidenz tritt sie regional in Kraft.

Warnstufe 1

Die Warnstufe 1 gilt ab einer Hospitalisierung von 3. Dann gilt flächendeckend die 2G-Regel. Zugang zu Veranstaltungen im Innenraum  haben dann nur noch Getestete und Geimpfte. Das gilt im Innenbereich auch für alle Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, für Discos, die Gastronomie, Beherbergung und bei allen körpernahen Dienstleistungen. Darunter fallen auch Friseure. Im Einzelhandel gilt 2G nicht. Bei Veranstaltungen im Außenbereich gilt in der Warnstufe 1 3G. Ausgenommen sind dabei Weihnachtsmärkte. Auch dort haben dann nur Genesene und Geimpfte Zugang. Maskenpflicht und Abstand gilt jetzt überall – auch wenn in Einrichtungen oder auf Veranstaltungen die 2G-Regel gilt. Die Maske darf nur kurz zum Trinken oder Essen abgenommen werden.

 

Warnstufe 2

Die Warnstufe 2 gilt ab einer Hospitalisierung von 6. In allen Bereichen, in denen in Warnstufe 1 2G gilt, gilt dann 2G plus. Das heißt auch Geimpfte und Genesene müssen einen aktuellen, negativen Corona-Test vorweisen. Im Außenbereich gilt dann die 2G-Regel. Ausgenommen sind auch hier die Weihnachtsmärkte. Auf denen gilt in der Warnstufe 2 2G plus. Außerdem reicht dann nicht mehr eine medizinische Maske. Die Maskenpflicht wird in diesem Fall auf FFP2 in allen Innenbereichen verschärft. Die Warnstufe 2 beeinträchtigt auch private Zusammenkünfte. Dann dürfen im Innenbereich nämlich nur noch bis zu 15 Personen ohne 2G plus zusammenkommen. Im Außenbereich reicht 2G.

 

Warnstufe 3

In der Warnstufe 3 dürfen im Innenbereich nur noch zehn Personen ohne 2G plus zusammenkommen. Im Außenbereich reicht auch dann 2G. Die Kommunen sollen Veranstaltungen außerdem strenger prüfen und höhere Auflagen verlangen. Vollständig ist die Warnstufe 3 durch das Land Niedersachsen aber noch nicht definiert.

 

Kinder und Jugendliche

Flächendeckende Schließungen von Kitas und Schulen soll es laut Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne nicht geben. Punktuell sei das aber auf Anordnung der Kommunen möglich. Die Maskenpflicht am Sitzplatz gilt jetzt außerdem auch wieder für die Kinder der Klassen 1 und 2. Die Kinder müssen sich weiter regelmäßig testen. Sobald ein Kind einen positiven Schnelltest hat, müssen sich alle Kinder der Klasse oder Lerngruppe über fünf Tage hintereinander täglich testen. Das endet auch durch einen negativen PCR-Test des betroffenen Kindes. Dazu gibt es erst einmal keine Klassenfahrten mehr. Veranstaltungen wie Adventsfeiern sind nur ohne Besucher*innen in den Klassen- oder Schulgemeinschaften möglich.  Elternabende oder Elternsprechtage sollen, wenn möglich, digital stattfinden. Bei Präsenzveranstaltungen gilt 2G plus. Teilnehmen dürfen dann also nur Eltern, die geimpft oder genesen sind und einen negativen Coronatest vorweisen können. Abstand- und Maskenpflicht gelten trotzdem.

Schon ab morgen gilt 2G oder 2G plus in Discos auch für Jugendliche ab 12 Jahren. Ab dem 1. Januar gelten diese Regeln für sie in allen Bereichen.

 

3G am Arbeitsplatz

Ab morgen gilt am Arbeitsplatz grundsätzlich die 3G-Regel. Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen sich dann täglich auf das Coronavirus testen lassen. 2 Tests soll dabei der Arbeitgeber stellen, für die anderen ist der Arbeitnehmer selbst zuständig. Diese Maßnahme ist nicht Teil der neuen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen, sondern soll Teil des Bundes-Infektionsschutzgesetzes sein. Mehr Informationen dazu finden Sie unter diesem Link. 

 

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