VCO-Damen I starten mit Heimspiel gegen Schweriner SC II in die Rückrunde der 2. Liga Nord

Es ist zwar „nur“ die 2. Mannschaft des Schweriner SC, die am Samstag (17.1.) in Osnabrück zu Gast ist, dennoch treffen die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück in der Schlosswallhalle um 19.30 Uhr auf keinen geringeren als den Nachwuchs des aktuellen und 13-fachen Deutschen Frauen-Volleyballmeisters SSC Palmberg Schwerin. Dementsprechend hofft der VCO auf eine große Zuschauerkulisse, wenn zum Start der Rückrunde der aktuelle Tabellenachte (VCO, 14 Punkte) auf den mit vielen Toptalenten bestückten Sechsten (Schwerin II, 19 Punkte) trifft. Die Hinrunden-Begegnung war eine ganz besondere – das erste Spiel des VC Osnabrück in der 2. Bundesliga überhaupt. Die beiden VCO-Trainer Gunnar Kraus und Philippe Quistorff erhoffen sich nun natürlich ein deutlich besseres Ergebnis als damals, als die Partie gegen das Schweriner Youngster-Team mit 0:3 verloren ging.

KRAUS: „WIR MÜSSEN WIEDER GUCKEN, DASS WIR KEINE HÄNGER HABEN“

Die Hinrunde ist gelaufen, jeder Gegner einmal bespielt, und die VCO-Damen haben sich mit fünf Siegen bei sieben Niederlagen sowie Platz acht eine gute Ausgangsposition für die Rückserie und den Kampf um den Klassenerhalt erarbeitet. Der Aufsteiger ist nach Startschwierigkeiten und vier Niederlagen in Folge mittlerweile voll konkurrenzfähig geworden. Selbst mit einer Durchschnittsleistung reichte es für die Osnabrückerinnen am vergangenen Wochenende beim 2:3 gegen den Fünften Düsseldorf immerhin noch zu einem Punkt.

Trainer Gunnar Kraus zieht deshalb auch ein positives Gesamtfazit der ersten zwölf Zweitligapartien. „Ich finde, wir haben unsere Erwartungen bisher übererfüllt. Der Saisonstart war so vorherzusehen als Neuling, auch wenn wir da hier und da vielleicht was liegen gelassen haben. Aber danach kam eine Serie mit vielen guten Spielen und Erfolgen“, so Kraus, der optimistisch nach vorne schaut, aber weiß, dass noch eine Menge Arbeit vor ihm und der Mannschaft liegt. „Die Erwartungen für die Rückrunde sind da, aber wir müssen jetzt auswärts die vier Heimsiege erst einmal bestätigen. Diese Gegner müssen wir auch auswärts schlagen, das wäre dann eine Leistungssteigerung“, spricht der VCO-Coach die bisherige Diskrepanz vor heimischem Publikum und in der Fremde an. Zurecht, denn in der Rückrunde stehen nur noch fünf Heimspiele, aber sieben Auswärtspartien auf dem Programm.

Da kommt diesbezüglich dem Heimspiel gegen den Sechsten Schweriner SC II eine gewisse Bedeutung zu – eine Mannschaft, die im Hinspiel trotz des glatten 0:3 (16:25, 23:25, 23:25) nicht unschlagbar schien. „Wir haben uns seit dem ersten Spiel deutlich entwickelt. Schwerin ist mittlerweile unsere Kragenweite, denke ich. Wir müssen halt wieder gucken, dass wir keine Hänger haben oder ungeduldig werden wie am letzten Wochenende gegen Düsseldorf“, blickt VCO-Coach Kraus gespannt auf den nächsten Auftritt seines Teams mit einer Kapitänin Lisanne Masselink als Anführerin .

NACHWUCHS DES DEUTSCHEN MEISTERS AM SCHLOSSWALL

Der Schweriner SC II wird mit einer blutjungen Mannschaft anreisen, in der alle Spielerinnen nahezu unter 20 Jahre alt sind. So mache erhofft sich den kurz- und mittelfristigen Sprung in den Erstligakader. Trainer Arne Kramer sprach es nach dem 3:0-Hinspielsieg aus, um was es bei ihm geht. „Es ist für alle klar, dass wir Talente entwickeln – und dass die jungen Spielerinnen weiter kommen.“

Im Hinspiel lagen die VCO-Damen in den Sätzen zwei und drei gegen Ende vorne, um sie dann doch noch abzugeben. Die Schweriner Talente verfügen trotz ihrer jungen Jahre über gute Nerven und Wettkampfhärte in der Crunchtime. Mit Zuspielerin Paulina Ströh (Nr. 6, 5 x MVP), der 1,93 Meter großen Außenangreiferin Livia König (Nr. 13.) und der Diagonalen Finja Kölzow (Nr. 16, 4 x MVP) gibt es zudem drei absolute Ausnahmespielerinnen. Letztere verletzte sich leider am vergangenen Wochenende bei der 2:3-Niederlage gegen Topteam USC Münster II. Man wird sehen, in wieweit die 17-Jährige wieder einsatzfähig ist.

Die Hinrunden-Bilanz des Schweriner SC II ist mit sechs Siegen und sechs Niederlagen ausgeglichen. Auswärts stehen drei Siege (Potsdam, Cottbus, VCO Münster) und drei Niederlagen (Sorpesee, Cloppenburg, Düsseldorf) zu Buche. Eine Sensation gelang mit dem 3:2-Heimsieg gegen den lange Zeit ungeschlagenen amtierenden Meister SCU Emlichheim (3:2).