Anleger der Osnabrücker Sonntagszeitung müssen nicht zahlen

Die ehemaligen Anleger der Osnabrücker Sonntagszeitung müssen das Geld nicht zurückzahlen, das sie aus dem Kauf von Medienbriefen bekommen hatten. Das entschied der Bundegerichtshof (BGH) und hob damit u.a. ein Urteil des Landgerichts Osnabrück auf. Das hatte im vergangenen Jahr noch entschieden, dass das Geld als Teil der Insolvenzmasse an die Gläubiger der Zeitung gehen müsse. Wie der BGH die Entscheidung begründet, ist noch unklar. Damit kann das Insolvenzverfahren der Osnabrücker Sonntagszeitung weitergehen. Das war durch den Rechtsstreit ins Stocken gekommen, weil unklar war, wie viel Geld zur Insolvenzmasse gehört, die die Gläubiger zurückfordern können. Der Verleger der eingestellten Osnabrücker Sonntagszeitung war 2016 wegen Betruges zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.