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Stadtratssitzung: Stadt will leerstehendes Finanzamt-Gebäude im Fledder als Proberäume für Bands nutzen

Am Dienstagabend (12.06.) traf sich der Osnabrücker Stadtrat zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause. Und da wehte ein Hauch von Europa durch den Sitzungssaal. Der Rat beschloss nämlich einstimmig, in Zukunft mehr städtische Auszubildende mit dem sogenannten Erasmus-Plusprogramm ins europäische Ausland zu schicken. Die Idee dazu kam von Heiko Schlatermund von der SPD. Für ihn ist das Programm ein großer Mehrwert für die Auszubildenden:

      

Außerdem will Schlatermund etwas für die Künstler und Musiker in Osnabrück tun, da diese in nächster Zeit viele Proberäume verlieren, vor allem am Limberg, aber auch am Güterbahnhof. Die Stadt suchte fieberhaft nach Ersatz und ist jetzt an der Hannoverschen Straße fündig geworden. Da das ehemalige Gebäude des Finanzamt Osnabrück-Land leer steht, könnten hier Proberäume eingerichtet werden. Diese Idee beschloss der Stadtrat einstimmig:

      

Mit den Kosten für die KiTa-Gebühren konnte sich die SPD allerdings nicht durchsetzen. Die übernimmt ab August, das Land Niedersachsen – allerdings nur für 8 Stunden Betreuung pro Tag. Kosten für die Nachmittagsbetreuung sollen weiterhin die Eltern zahlen. SPD und Linke waren dagegen, weil das vor allem die Eltern treffen würde, die 8 Stunden am Tag arbeiten und extra Zeit benötigen,  um ihre Kinder nach der Arbeit von der KiTa abzuholen. Deshalb wollten SPD und Linke, dass die Stadt Osnabrück diese Kosten übernimmt. Da sich die CDU dagegen aussprach, hätte SPD mindestens noch die Grünen mit ins Boot holen müssen. Doch die geben den schwarzen Peter direkt wieder an die SPD zurück. An seinem Nein lässt Thomas Klein von den Grünen keinen Zweifel:

      

Der Stadtrat geht jetzt in die Sommerferien und trifft sich wieder am 28. August.