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Umweltminister Lies gegen Fahrverbote in Osnabrück

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies lehnt Fahrverbote für Diesel in Osnabrück ab. Gegenüber dem NDR sagte Lies, er halte solche Verbote nicht für verhältnismäßig. Osnabrück könne auch mit anderen Maßnahmen die Grenzwerte für Stickoxide in der Innenstadt einhalten. Gestern hatten sich mehrere Osnabrücker Parteien, Gewerkschaften und Vertreter der Industrie erneut gegen Dieselfahrverbote ausgesprochen. Anlass war ein Schreiben des Umweltministeriums an die Stadt. Darin fordert das Ministerium, dass Osnabrück die Stickoxid-Grenzwerte schon 2020 und nicht erst 2022 einhalten muss.

Umweltministerium kritisiert Osnabrücker Luftreinhalteplan

Das niedersächsische Umweltministerium hält den Luftreinhalteplan der Stadt Osnabrück für hinfällig. Das geht aus einem Schreiben des Ministeriums an den Stadtentwicklungsausschuss hervor. Der Plan sieht bisher vor, dass Osnabrück die Grenzwerte für Stickoxide in der Innenstadt bis 2022 einhalten soll. Für das Umweltministerium sei das zu spät. Osnabrück müsse alle Maßnahmen einsetzen, die die Einhaltung der Grenzwerte schon früher möglich mache. Dazu zählten auch Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Bisher hatte der Stadtrat Fahrverbote jedoch abgelehnt. Die Verwaltung der Stadt prüft jetzt aber, inwieweit Fahrverbote für Diesel die Luft in der Innenstadt verbessern könnten. Das sagte Detlev Gerdts, der Fachbereichsleiter Umwelt der Stadt dem NDR.
Für Volker Bajus von den Grünen sind Fahrverbote der einzige Weg, um die Grenzwerte früher einzuhalten. Kritik daran kommt vom Bund Osnabrücker Bürger. Dessen Vorsitzender Steffen Grüner hält den Busverkehr für das Hauptproblem für die schlechte Luft am Neumarkt. Am Schlosswall wiederum sei die Messstation zu dicht an der Fahrbahn aufgestellt. Eine Sperrung bestimmter Strecken für Dieselfahrzeuge werde nur andere Straßen belasten, so Grüner weiter.

Tanklaster in Lotte verunglückt

In Lotte ist gestern Nachmittag (12.02.) ein Tanklaster verunglückt. Der LKW kam von der Fahrbahn ab und kippte auf dem Seitenstreifen um.  Informationen über den genauen Unfallablauf konnte die Polizei noch nicht geben. Der LKW sei wahrscheinlich erst gerutscht und dann neben einer Bushaltestelle liegen geblieben. Der LKW habe Diesel transportiert, der allerdings nicht ausgelaufen sei. Wegen der Aufräum- und Bergungsarbeiten war die Wersener Straße zeitweise voll gesperrt.

Handwerkspräsident: Diesel-Fahrzeuge im Handwerk alternativlos

Der Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Peter Voss, hat Diesel-Fahrzeuge im Handwerk als alternativlos bezeichnet. In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte er, anders als für den Privatmann gebe es für Handwerker bei der Neuanschaffung eines Fahrzeugs aktuell keine Alternative zum Diesel. Man sehe ein, dass etwas passieren müsse. Man könne aber nicht mit dem Handkarren in die Stadt fahren. In diesem Zusammenhang sieht er auch die Autohersteller in der Pflicht.

Stadt Osnabrück rüstet Dieselbusse nach

Die Stadtwerke Osnabrück lassen mehrere Dieselbusse nachrüsten. Damit will die Stadt den Ausstoß von Stickoxiden verringern, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. 37 Busse sind von der Nachrüstung betroffen, denen wird ein neuer Filter eingebaut. Die Kosten dafür liegen bei rund 650.000 Euro. Die Stadt hofft, Geld aus dem Dieselfonds der Bundesregierung zu bekommen. Der ist für Maßnahmen bestimmt, die die Luft in deutschen Städten verbessern. Mit der Nachrüstung will die Stadt Anfang des kommenden Jahres beginnen. Der laufende Busbetrieb soll davon nicht betroffen sein.

Taxi

Was sagen Taxiunternehmen zum Dieselverbot?

Das Dieselfahrverbot wird überall heiß diskutiert- so auch bei den Taxiunternehmern. Das versteht sich von selbst, denn ein Großteil der Taxis fahren mit Diesel.

      2017-08-14 Dieselverbot für Taxifahrer

Osnabrücker CDU gegen Dieselverbot

„Wer saubere Diesel verkauft, muss auch saubere Diesel liefern!“  – mit dieser Aussage reagiert die CDU-Stadtratsfraktion in Osnabrück auf Überlegungen zu Fahrverboten für Dieseautos in der Osnabrücker Innenstadt. Fraktionschef Fritz Brickwedde verweist in einer Mitteilung der Partei auf das Verursacherprinzip und nimmt deswegen die Autoindustrie in die Pflicht, für umweltfreundliche Autos zu sorgen. Damit widerspricht Brickwedde dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dessen Osnabrücker Kreisverband mit einer Klage gegen die Stadt Osnabrück gedroht hatte, falls sich die Luftqualität in der Stadt mittels des Luftreinhalteplan nicht bessere. Notfalls müsse ein Dieselfahrverbot her, so der VCD.