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Neue Hotline informiert Arbeitgeber zum Thema Geflüchtete

Arbeitgeber in der Region erhalten ab sofort von einer zentralen Stelle Informationen, wenn sie geflüchtete Menschen einstellen wollen. Wie der Landkreis Osnabrück mitteilt, sei der neue ArbeitgeberService Migration telefonisch erreichbar. Darüber sollen den Unternehmen Fragen beantwortet werden, z.B. über geeignete Bewerber oder Unterstützungsangebote. Die Mitarbeiter der Hotline vermitteln dazu den passenden Ansprechpartner. Am ArbeitgeberService Migration sind verschiedene Institutionen beteiligt. Dazu gehören u.a. die kommunale Arbeitsvermittlung MaßArbeit und die Industrie- und Handelskammer der Region.

Unternehmen in der Region haben Probleme Ausbildungsplätze zu besetzen

Viele Ausbildungsplätze in der Region bleiben unbesetzt. Wie aus einem Bericht der Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim hervorgeht, hat jedes dritte Unternehmen Probleme Auszubildende zu finden. Das seien doppelt so viele wie noch vor sechs Jahren. Die Unternehmen sehen den Hauptgrund dafür darin, dass Bewerber oftmals nicht ausreichend geeignet seien. Ein Ausweg aus dem Mangel an Auszubildenden könnte sein, Geflüchtete einzustellen. Doch hier scheinen die Unternehmen noch skeptisch: Über die Hälfte der befragten Betriebe habe bisher noch keine Geflüchteten eingestellt. An der Befragung der IHK nahmen etwa 100 regionale Unternehmen teil.

Wirtschaftsverbände warnen erneut vor Neumarktsperrung

Kurz vor der möglicherweise entscheidenden Sitzung des Osnabrücker Stadtentwicklungsausschusses zur Neumarktentscheidung haben Wirtschaftsverbände sich wiederholt gegen eine Sperrung ausgesprochen. In einem gemeinsamen Brief an die Mitglieder des Stadtrates warnen u.a. IHK und HWK vor den Folgen einer Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt. Sollte der Neumarkt jetzt gesperrt werden, würde sich der Verkehr auf den Wallring verlagern, was dort zu Umweltbelastungen führen würde, die möglicherweise Klagen von Anwohnern nach sich ziehen könnten. Auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hatte darauf zuletzt hingewiesen und wegen der unsicheren Rechtslage gefordert, den Neumarkt nicht wieder zu sperren. Der Stadtentwicklungsausschuss trifft sich am Donnerstag (11.05.). Der Rat der Stadt Osnabrück will Ende Mai über eine Neumarktsperrung entscheiden.

IHK Studie: Regionale Unternehmen investieren weniger im Landesvergleich

Unternehmen in der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim investieren weniger als Unternehmen anderswo in Niedersachsen. Das geht aus einer Studie der regionalen Industrie-und Handelskammer (IHK) hervor. Drei Hauptgründe nennt die Studie dafür, dass die Investitionsquote geringer sei als im Landesdurchschnitt. Das größte Problem sei der Fachkräftemangel. Außerdem würden vor allem große Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten weniger investieren als im Landes- und Bundesdurchschnitt. Auch dass bestimmte Industrien in der Region nicht so stark vertreten seien wie in Land oder Bund, sei ein Grund für weniger Investitionen im regionalen Kammerbezirk.

IHK kritisiert möglichen Lieferstopp von Brennelementen aus Lingen

Die Industrie – und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafscahft Bentheim (IHK) kritisiert einen geplanten Lieferstopp von Brennelementen aus Lingen an belgische Atomreaktoren. Eine solche Maßnahme würde nichts bringen, so IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Die deutsche Politik könne nicht erzwingen, dass Atomreaktoren in Belgien abgeschaltet werden, nur weil sie keine Brennelemente aus Lingen mehr bekommen. Es gebe auf dem Weltmarkt genug andere Möglichkeiten, um an Brennelemente zu kommen – wer einen Lieferstopp oder gar einen Produktionsstopp der Lingener Firma ANF politisch erzwingen will, der schade u.a. dem Industriestandort Deutschland. Darüber hinaus könnten in der Region hoch qualifizierte Arbeitsplätze verloren gehen.

Weniger Insolvenzen im IHK-Bezirk

In der Region Osnabrück haben 2016 weniger Unternehmen Insolvenz angemeldet als in Jahr davor. Nach Angaben der regionalen Industrie-und Handelskammer (IHK) waren es 13% weniger. Damit war 2016 das zweite Jahr in Folge, in dem weniger Betriebe pleite gemacht haben. Grund dafür sei laut IHK die stabile Konjunktur. Besonders auffällig beim Rückgang der Insolvenzen ist die Dienstleistungsbranche mit fast einem Drittel weniger Anträgen. Eine negative Entwicklung gibt in der Gastronomie mit einem Drittel mehr Insolvenzen. Auch innerhalb des regionalen Kammerbezirks gibt es Unterschiede. Während es im Emsland, in der Grafschaft Bentheim und in der Stadt Osnabrück weniger Insolvenzen gab, stieg die Zahl im Landkreis Osnabrück leicht an.

Betriebe müssen um Azubis werben

Schulabgänger, die einen Ausbildungsplatz suchen, haben gute Chancen, auch einen Platz zu finden. Das Ausbildungsjahr 2015/2016 ist sehr erfolgreich zu Ende gegangen, sagte Osnabrücks Arbeitsagentur-Chefin Jutta Guthardt bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen. Laut Gerhardt gab es gut 350 Angebote mehr als Bewerber:

      Jutta Guthardt

Für viele Betriebe ist das allerdings ein Problem. Laut Marco Graf von der Industrie- und Handelskammer (IHK) konnten rund 30 % der Betriebe nicht alle angebotenen Stellen besetzen. Die Bewerber würden immer wählerischer oder entschieden sich, doch noch weiter zu Schule zu gehen.

207 - Mittagsgespräch Oltmer

IHK-Mittagsgespräch zu Flucht, Asyl und Migration

„Migration produziert Migration. Mitentscheidend für die Richtung und den Umfang von Migrationsströmen sind die Verbindungen der fliehenden Menschen zu Verwandten und Freunden, die bereits im Ausland leben“, erklärte Prof. Dr. Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück beim aktuellen IHK-Mittagsgespräch.

Die Veranstaltung in Osnabrück behandelte die Frage, weshalb Deutschland aktuell das Ziel derart umfangreicher Wanderungsbewegungen geworden ist. Neben der Vernetzung der Flüchtlinge hätten auch die Entwicklungen in anderen Staaten maßgeblichen Einfluss auf die hohe Zuwanderung nach Deutschland, sagte das Vorstandsmitglied des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. So seien mehrere Länder im sogenannten Vorfeld der Europäischen Union (EU), namentlich in Nordafrika, Osteuropa und im Nahen Osten, selbst zu Fluchtstaaten geworden. In der Vergangenheit hatten diese noch einen Gürtel um die EU gebildet. Auch sei die wirtschaftliche Lage in den EU-Peripheriestaaten Griechenland und Italien eher ungünstig, so dass das bisherige Dublin-Abkommen nicht mehr praktiziert wurde. Schließlich sei die Aufnahmebereitschaft Deutschlands im letzten Jahr größer gewesen als die der meisten anderen europäischen Länder. Vieles hänge mit den ökonomischen Problemen in der Welt seit 2008 sowie der nicht überwundenen Wirtschaftskrise in Europa zusammen, so Oltmer.

„Die Flüchtlingsfrage ist eine globale Herausforderung. Einzelstaatliche Lösungen führen nicht zum Ziel“, betonte Oltmer mit Blick auf die politischen Herausforderungen. Ob sich die EU-Länder auf ein gemeinsames Asylgesetz einigen könnten, sei auch nach jahrzehntelanger Diskussion fraglich. Ebenso nicht absehbar sei die Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen, deren Flüchtlingshilfswerk UNHCR aktuell nicht einmal über ein Budget verfüge. Hören Sie alle Informationen zum IHK-Mittagsgespräch in folgendem Mitschnitt aus unserem Programm:

      2016-05-23 IHK-Mittagsgespräch

Bildunterschrift:Prof. Dr. Jochen Oltmer (m.) nahm die globale Dimension der Flüchtlingsbewegungen beim IHK-Mittagsgespräch in den Blick. Im Namen der IHK begrüßten ihn Vizepräsident Mark Rauschen (r.) und Hauptgeschäftsführer Marco Graf (l.). 

IHK-Betriebe mit Auslandshandel nicht ganz zufrieden

Die Unternehmen der regionalen Industrie – und Handelskammer (IHK) sehen ihre Auslandsgeschäfte mit gemischten Gefühlen. Laut des aktuellen Auslandsbarometers der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim entwickelt sich der Export robust, obwohl die Sanktionen gegen Russland immer noch für Einbußen sorgen. Die Russland/Ukraine – Krise sei neben anderen internationalen Krisen auch ein Grund dafür, dass die Stimmung getrübt ist, was weitere Auslandsgeschäfte angehe. Etwas Hoffnung gebe es nach der Einigung im Atomstreit mit Blick auf den Iran. Auch der Handel mit den USA laufe gut. Hier versprechen sich die Unternehmen einen weiteren Schub vom TTIP-Abkommen.