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UWG und Piraten kritisieren Stadtwerke Osnabrück

Für den autofreien Sonntag in dieser Woche gilt das Angebot der Stadtwerke Osnabrück, dass der öffentliche Nahverkehr, also der ÖPNV, kostenlos genutzt werden kann. Allerdings nur mit dem sogenannten Handyticket, also der Stadtwerke App. Die Osnabrücker UWG/Piraten kritisieren dieses Angebot jetzt. Sie sind der Meinung, dass an diesem Tag der ÖPNV für alle zugänglich sein sollte, auch für die, die kein Smartphone besitzen. Schließlich sollte dieser Tag die alternativen Verkehrsmittel fördern und niemanden ausschließen. Sie fordern aus diesem Grund, dass der ÖPNV am Sonntag für jeden kostenfrei angeboten werden sollte.

Kreisvorstand der AfD Osnabrück tritt zurück

Der Kreisvorstand der Osnabrücker AfD ist gestern zurückgetreten. Der AfD-Landesvorstand Jörn König begründete dies damit, dass es ein schwerwiegendes Verhalten zweiter Kreisvorstandsmitglieder und eines ehemaligen Fraktionsmitarbeiters gegeben habe, welches der Partei schaden würde. Bei diesem Verhalten soll es sich um die Teilnahme an einem Musikfestival in Ostritz handeln, welches von der Neonazi-Szene veranstaltet worden sein soll. Der Osnabrücker AfD Kreisvorstand soll ab sofort kommissarisch durch den Landesvorstand geführt werden. Der Rücktritt erfolgte noch vor dem am Sonntag geplanten Kreisparteitag. Dieser wurde kurzfristig abgesagt.

Nächtliche Bauarbeiten an Bohmter und Bremer Straße in Osnabrück

(PM) Ab kommenden Montag, 17. September, repariert die SWO Netz GmbH in der Bohmter und Bremer Straße gut 40 Kanaldeckel. Um die verkehrlichen Einschränkungen zu minimieren, finden die Arbeiten ausschließlich nachts zwischen 22 und 6 Uhr statt. Betroffen ist der Straßenverlauf zwischen Buersche Straße und Ickerweg. Die Stadtwerke-Netztochter unterteilt die Arbeiten daher in mehrere Abschnitte.

Für die Arbeiten wird die Fahrbahn in den betroffenen Abschnitten verschwenkt und der Verkehr in beide Richtungen teilweise über die vorhandenen Busspuren geführt. Die Arbeiten sollen innerhalb von einer Woche abgeschlossen sein. Im Anschluss folgen weitere nächtliche Kanaldeckelreparaturen im gesamten Stadtgebiet. Dabei kann es in den Nachtstunden teilweise zu einzelnen kurzzeitigen Fahrspursperrungen kommen.

Schwedischer Film “Amateurs” eröffnet 33. Unabhängiges Filmfest in Osnabrück

(PM) Am 17. Oktober 2018 beginnt das 33. Unabhängige FilmFest Osnabrück und eröffnet sein fünftägiges Programm mit der schwedischen Komödie „Amateurs“ (Originaltitel: Amatörer). Regie führte Gabriela Pichler, die auch am Drehbuch mitarbeitete. Die beiden jungen Hauptdarstellerinnen Zahraa Aldoujaili und Yara Aliadotter werden ihren Film nach Osnabrück begleiten.

Einen Wiederholungstermin gibt es am 21. Oktober 2018 um 15:00 Uhr im Cinema Arthouse, Erich-Maria-Remarque-Ring 16, Osnabrück.

Schauplatz der Handlung ist die schwedische Kleinstadt Lafors. Deren Stadtrat hofft auf die Ansiedlung eines großen deutschen Supermarkts und damit auf 500 neue Arbeitsplätze. Ein Imagefilm soll helfen, die Investoren für Lafors zu gewinnen. Um Kosten zu sparen, setzt man auf ein Schulprojekt. Die Schülerinnen Aida und Dana sind begeistert bei der Sache, doch ihre Eigenproduktion stößt beim Bürgermeister auf Ablehnung. Er beauftragt nun doch eine Werbefilmfirma, die mit großem Equipment anrückt und für schöne Bilder sorgen soll. Obwohl zunächst sehr enttäuscht, nehmen Aida und Dana ihr Vorhaben wieder auf. Mit ihren Handys drehen sie einen eigenen Film, der Lafors aus ihrer Sicht zeigt. Bei weitem nicht so bilderbuchmäßig wie das Werk der Werbeprofis, dafür ehrlich, vielfältig und quicklebendig.

„Amateurs“ wurde vorwiegend mit Laien in Szene gesetzt, die teilweise, ähnlich wie im Film geschildert, selbst Handy-Aufnahmen zur Endfassung beigetragen haben. Der Film hat eine Spielzeit von 102 Minuten. Das FilmFest zeigt die Originalfassung (schwedisch, englisch, arabisch, tamilisch, kurdisch, rumänisch, bosnisch, deutsch) mit englischen Untertiteln.

Der im Ausland bereits preisgekrönte Film gehört zur Festivalsektion „Focus on Europe“, eine Auswahl internationaler Kinoproduktionen, die spannende, überraschende, anrührende Geschichten aus dem heutigen Europa erzählen.

Das fünftägige Festival präsentiert an fünf Standorten sieben Sektionen, darunter vier Kurzfilmprogramme, das Kinderprogramm UFOlinos sowie eine Auswahl von politischen Filmen aus der Zeit des Vietnamkriegs.

Bürgerbegehren für kommunale Wohnungsbaugesellschaft in Osnabrück gestartet

Das Bürgerbegehren für eine Wohnungsbaugesellschaft in Osnabrück ist gestartet. Die Stadtverwaltung hat das Begehren in dieser Woche für zulässig erklärt, seit gestern (13.9.) läuft die Unterschriftensammlung. Initiator ist das Bündnis für mehr bezahlbaren Wohnraum in Osnabrück, dazu gehören knapp 40 Organisationen, u.a. Parteien, Gewerkschaften und Statteilinitiativen. Das Bündnis hat sechs Monate Zeit, um 10.000 Unterschriften zu sammeln. Dann könnte es einen Bürgerentscheid über eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft geben.

Verdächtiger nach Überfall auf Tankstelle in Eversburg festgenommen

Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter geschnappt, der am Dienstag (11.9.) eine Tankstelle in Osnabrück-Eversburg überfallen haben soll. Der Mann habe die Tat gestanden, so die Polizei. Er wurde festgenommen, ein Haftrichter schickte ihn in Untersuchungshaft. Dienstagmittag hatte ein Mann an einer Tankstelle in Eversburg eine Mitarbeiterin mit einem Messer bedroht und das Geld aus der Kasse erbeutet. Damit war er geflohen. Die Polizei prüft jetzt, ob der Verdächtige noch weitere Überfälle begangen haben könnte.

Berner Ladenbau stellt Insolvenzantrag

Die Berner Ladenbau GmbH mit Sitz in Osnabrück hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte der zuständige Insolvenzverwalter gestern (13.9.) mit. Schon vor zwei Jahren hatte das Unternehmen Maßnahmen eingeleitet, um eine finanzielle Schieflage zu vermeiden. Die hätten aber nicht ausgereicht. Berner stellt Inneneinrichtungen her, z.B. für Bäckereien oder Fleischereien. Etwa 160 Menschen arbeiten in dem Unternehmen. Deren Gehalt sei bis November erstmal gesichert, so der Insolvenzverwalter.

Sechs Millionen Euro für Ledenhof, Schlossgarten und Neuen Graben

Sechs Millionen Euro bekommt die Stadt Osnabrück für Investitionen am Ledenhof und am Schlossgarten. Das Geld stamme aus Bundesfördermitteln, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. Auch die Straße „Neuer Graben“, die zwischen Ledenhof und Schlossgarten liegt, soll davon profitieren. Konkrete Pläne gebe es bisher aber nur für den Schlossgarten, u.a. soll dort ein Lernzentrum für die Uni entstehen. Wie der Ledenhof in Zukunft aussehen soll, sei dagegen noch unklar. Ein Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes laufe noch bis Mitte kommenden Jahres.

“Wir machen was” für Toleranz und Respekt in Osnabrück

„Wir machen was“ – Unter dem Motto will Osnabrück im Oktober ein Zeichen für Toleranz und Respekt setzen. Dazu gibt es ein Festival in der OsnabrückHalle. Dort treten verschiedene Musiker auf, dazu gibt es ein Rahmenprogramm. Die Idee zum Festival hatte Axel Dittert, ein Mitarbeiter der OsnabrückHalle.

      Axel Dittert zur Idee von \"Wir machen was\"

Alle Mitwirkenden von „Wir machen was“ verzichten auf Gagen und Gehalt. Das genaue Programm soll in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Die Veranstaltung findet am 21. Oktober statt.

Dünne haut_Zu Besuch bei Maulwurf und Co. (c) Gitschmann

Neue Ausstellung im Museum am Schölerberg zeigt die “Dünne Haut der Erde”

(PM) Die Dauerausstellung „unter.Welten“ im Museum am Schölerberg  gehört zu den europaweit größten Ausstellungen zum Thema Boden. Nun zeigt das Naturkundemuseum in Osnabrück ab 14. September (Eröffnung: 13. September, 20 Uhr) zusätzlich die Wanderausstellung „Die dünne Haut der Erde – Unsere Böden“, die spannende Einblicke in die verborgene Welt unter unseren Füßen ermöglicht. Die vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz konzipierte Ausstellung wird bis zum 17. März in Osnabrück zu sehen sein.

Boden ist allgegenwärtig und doch bleibt die Welt unter unseren Füßen meist unbeachtet. Was lebt und passiert im Boden und was hat das alles mit dem Menschen zu tun? Mehr als man denkt, denn Böden bilden einen unentbehrlichen Teil unserer Lebensgrundlage: Sie ermöglichen Pflanzenwachstum, filtern Schadstoffe aus dem Grundwasser und bieten verschiedensten Organismen einen Lebensraum. Nichtsdestotrotz zerstört der Mensch jährlich große Mengen dieser kostbaren Ressource durch Pestizideinsatz und Kontamination. Auch durch Erosion und Versiegelung verliert Europa alle vier Jahre fruchtbaren Boden einer Fläche der Größe Mallorcas.

Diesem aktuellen Thema widmet sich die neue Ausstellung im Naturkundemuseum am Schölerberg. Die Ausstellung ist insbesondere für Familien und Schulklassen konzipiert. Beim Betreten der Schau schrumpfen Besucherinnen und Besucher auf die Größe einer Landassel und tauchen in eine bis dahin unbekannte Mikrowelt ein. 3D-Modelle, mikroskopische Abbildungen, interaktive Elemente, Filme und Multimediaeinheiten ermöglichen einen genaueren Blick auf die „dünne Haut der Erde“. In vier Themenkammern begegnet das Publikum zahlreichen Bodentieren vis-á-vis: Völlig neue Bekanntschaften sind garantiert! Zudem sind die Nutzung von Böden durch den Menschen und der dabei verursachte Schaden ein zentrales Thema. Bodentypen werden vorgestellt und erklärt, was jeder Einzelne für den Bodenschutz tun kann.

Besonderes Highlight der Ausstellung ist die Virtual-Reality-Animation „Abenteuer Bodenleben“. Mittels einer Virtual Reality-Brille wird die wirkliche Umgebung ausgeblendet und die Anwender finden sich im Tunnelsystem eines Regenwurms wieder. Ein Controller dient als Taschenlampe und per Knopfdruck bewegen sie sich durch die Gänge. Hier treffen sie auf überlebensgroße Bodenbewohner wie Springschwänze, Hornmilben, Weißwürmer und einen Hundertfüßer.

Die Animation entstand im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojektes zu den Einsatzmöglichkeiten digitaler Technik in Museen, die es ermöglicht sonst nicht zugängliche Lebensräume erlebbar zu machen und Besuchern auf eine ganz neue, emotionale Art näher zu bringen.

Für die Nutzung der Virtual Reality-Brille ist eine Einweisung durch den Besucherservice nötig. Interessierte haben die Möglichkeit sie zu bestimmten Zeiten und nach vorheriger Anmeldung zu nutzen. Weitere Informationen unter: www.museum-am-schoelerberg.de

Foto: J. Gitschmann