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Verbot der Pferdehaltung für Tierhalter in Ostercappeln

(PM) Veterinärdienst nimmt 22 Pferde weg und erteilt Pferdehaltungs- und Betreuungsverbot

Im April 2018 nahm der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück einem Tierhalter in Ostercappeln Haaren 22 Pferde weg. Dem Eigentümer und Halter wurde zusätzlich ein Halte- und Betreuungsverbot für Pferde erteilt. Nachdem der Veterinärdienst die Pferde zunächst anderweitig untergebracht und notwendige Behandlungen vorgenommen hatte, wurden die Pferde durch den Veterinärdienst veräußert.

Gründe für die Erteilung des Pferdehaltungs- und Betreuungsverbotes waren unter anderem die erhebliche Vernachlässigung in art- und bedürfnisgerechter Ernährung und Pflege sowie in der verhaltensgerechten Unterbringung der Pferde. Während die Tierhaltung bereits seit Jahren wiederholt auffällig war, die festgestellten Mängel jedoch regelmäßig mittels Anordnungen und Kontrollen durch den Veterinärdienst reduziert bzw. abgestellt werden konnten, verschärfte sich die Lage seit März 2018 immens. In immer engmaschigeren Kontrollen durch die Amtstierärzte des Veterinärdienstes musste festgestellt werden, dass den Pferden, unter ihnen auch Mutterstuten mit Fohlen, regelmäßig kein Wasser und Futter zur Verfügung stand, welches ihnen anschließend in Ersatzvornahme durch die Amtstierärzte zur Verfügung gestellt werden musste. Zudem waren die Pferde gezwungen, bei mitunter widrigen Witterungen auf kotverdrecktem, matschigem und feuchtem Untergrund zu stehen und sich schließlich bei Erschöpfung auch abzulegen. Darüber hinaus mussten Mängel bzgl. des allgemeinen Pflegezustandes der Hufe und des Fells der Pferde sowie auch diverse Verletzungsgefahren im Aufenthaltsbereich der Pferde festgestellt werden. Anordnungen gegenüber dem Tierhalter wurden schließlich nicht mehr verlässlich umgesetzt, sodass eine derartige Haltung der Tiere nicht länger tragbar war und die Pferde, nach intensiver Vorbereitung, schließlich weggenommen werden mussten. Die anschließende tierärztliche und huftechnische Versorgung sowie auch die letztendliche Verladung der Tiere wurden durch die fehlende Menschengewöhnung mancher Tiere erschwert und gelangen nur unter hohem personellem Aufwand und der tatkräftigen Mithilfe eines Fachtierarztes für Pferde und eines Hufschmiedes. Während der Organisation potentieller Interessenten für die Pferde erreichten den Veterinärdienst zahlreiche Anfragen von engagierten Interessenten aus ganz Deutschland und teils sogar aus Nachbarstaaten, dank derer alle Pferde im Rahmen einer kleinen, stillen Auktion erfolgreich in gute Hände veräußert werden konnten. Das Wohlergehen der Pferde wird zudem in den kommenden Wochen durch die zuständigen Veterinärämter überprüft.

Foto: Landkreis Osnabrück