Kreistag stimmt Finanzierung der VHS in Georgsmarienhütte zu
(SW) Die Mehrheit des Kreistages hat einer umfassenden Finanzierung der Volkshochschule Osnabrücker Land am Standort Georgsmarienhütte zugestimmt – gegen die Stimmen der CDU-Fraktion. Anlass ist der notwendige Umzug der VHS-Angebote wegen des geplanten Abrisses der Michaelisschule. In deren Osttrakt war die VHS bislang untergebracht. Die CDU-Fraktion befürchtet, dass mit der Finanzierung der VHS in Georgsmarienhütte von den bisherigen Grundsätzen abgewichen wird. Normalerweise sind die Städte und Gemeinden dafür zuständig, geeignete Räume für die Volkshochschule bereitzustellen. In diesem Fall übernimmt jedoch die VHS – und damit indirekt auch der Landkreis als wichtiger Gesellschafter – einen großen Teil der Kosten.
Nach Ansicht der CDU entsteht dadurch ein Präzedenzfall: Andere Kommunen könnten künftig ebenfalls verlangen, dass der Landkreis sich stärker an Bau- oder Umzugskosten ihrer VHS-Standorte beteiligt. Das würde den finanziell ohnehin stark belasteten Landkreis zusätzlich unter Druck setzen. Außerdem kritisiert die CDU, dass es kein einheitliches Konzept gibt, wie mit Investitionen und Sonderfällen bei den Volkshochschulen im Kreis künftig umgegangen werden soll. Ohne klare Regeln drohten Intransparenz und Ungleichbehandlung der Kommunen. Die CDU fordert nun klare und einheitliche Regelungen für künftige Investitionen in Volkshochschulstandorte.

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