(DB) „Wenn du diesen Saal betrittst, stelle das öffentliche Interesse über deine persönlichen Belange“ – sinngemäß steht dieser Leitsatz über dem Eingang des Friedenssaals, das Original ist auf Latein verfasst. Am traditionellen Handgiftentag bekräftigen die Ratsmitglieder dieses Versprechen, indem sie sich fraktionsübergreifend die Hand reichen. Es ist keine normale Sitzung für politische Schlagabtausche, vielmehr geht es um übergeordnete gemeinsame Interessen. Entsprechend formulierte Oberbürgermeisterin Katharina Pötter in ihrer Rede zwei zentrale Anliegen: Sie regte an, das Selbstverständnis Osnabrücks als „Friedensstadt“ neu zu überdenken und zugleich die Rolle der Stadtverwaltung während der NS-Zeit kritisch aufzuarbeiten.

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