Informationevent Post-Covid, Post-Vac u.a. an der VHS
Für viele Menschen ist die Corona-Pandemie nicht vorbei. Etwa 2,51 Millionen leiden nach einer Covid-Infektion oder der Impfung dagegen unter dem Post-Covid- bzw. Post-Vac-Syndrom. Mehr als eine halbe Million2 ist von ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) betroffen, einer schweren Multisystemerkrankung, gegen die es noch keine ursächlich wirksame Therapie gibt und die bis zum Tode führen kann. Die Erkrankung betrifft alle Körpersysteme und kann zu chronischen Schmerzen, Infekten aller Organe, Herz-Kreislauf- und Atembeschwerden, maximaler Reizempfindlichkeit und zellulärer Erschöpfung bis hin zur kompletten Sprach- und Bewegungsunfähigkeit führen.
Es erkranken Menschen aller Altersklassen, oft gerade junge. Die meisten Betroffenen sind arbeitsunfähig, ein Viertel ist anhaltend ans Haus gebunden oder bettlägerig und auf Pflege angewiesen. Trotz dieser schlimmen Auswirkungen auf das Leben so vieler Menschen sind Post-Covid, Post-Vac und ME/CFS noch recht unbekannt und kommen in medizinischen Ausbildungsgängen nicht vor. Auch im Raum Osnabrück sind viele Menschen betroffen. An diese richtet sich die Veranstaltung – und an alle Personen, die beruflich – in therapeutischen oder medizinischen Einrichtungen, in der Pflege, bei Ämtern oder Behörden – mit diesen Erkrankungen konfrontiert sind.
Die Selbsthilfegruppe “Post-Vac-Syndrom” Osnabrück lädt – diesmal in Zusammenarbeit mit der VHS – wieder zum “Runden Tisch Post-Covid, Post-Vac und ME/CFS” ein. Betroffene sprechen über ihr Leben mit den Erkrankungen und Vertreter*innen hilfreicher Projekte stellen ihre Arbeit vor. Präsentiert wird u.a., wie sich Pflegedienste auf diese neue Art von Erkrankungen einstellen können, und welche besonderen Herausforderungen Familien mit betroffenen Kindern sich gegenüber sehen. Daneben geht es im nachfolgenden Austauschteil um Möglichkeiten, die Situation der Erkrankten vor Ort schnell und unbürokratisch zu verbessern.
U.a. wird die Autorin Birte Viermann berichten, die ihre schwer von ME/CFS betroffene Schwester gepflegt hat. “Es ist mir unbegreiflich, wie sehr Betroffene mit diesen Erkrankungen immer noch durchs Raster der Hilfesysteme fallen”, so Viermann. “Betroffene und Angehörige sind tatsächlich ziemlich alleingelassen. Unsere Veranstaltung soll dazu beitragen, das zu ändern.“
13. 02. 2026, 15.30 – 18.30h, VHS Osnabrück, Bergstr. 8,
(Teilnahme am Vortragsteil auch online, der Vernetzungsteil ab 17.30h findet nur in Präsenz statt.)
Die Selbsthilfegruppe freut sich über eine rege Beteiligung und beantwortet Rückfragen unter postvac-os@web.de. Zur Veranstaltung anmelden kann man sich bei der VHS, https://www.vhs-os.de oder 0541/3232243.
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