Familiengerechter Umbau von kirchlichen Gebäuden: Familienbund Osnabrück veröffentlicht Checkliste
Der Familienbund der Katholiken im Bistum Osnabrück hat jetzt eine Checkliste unter der Überschrift „Räume neu denken“ veröffentlicht. Darin regt er an, in den Kirchengemeinden bei Überlegungen zum Umbau oder zur Umnutzung von Kirchen und anderen Gebäuden besonders Familien in den Blick zu nehmen. „Aktuell gibt es in vielen Kirchengemeinden Überlegungen, die vorhandenen Gebäude noch effizienter zu nutzen und gegebenenfalls auch umzubauen“, erläutert Thomas Steinkamp, Vorsitzender des Familienbundes. Das habe der Verband zum Anlass genommen, sich mit der Checkliste an die Gemeindeleitungen im Bistum Osnabrück zu wenden.
Kirchliche Gebäude seien Orte der Begegnung, der Gemeinschaft und des Glaubens. Damit sie diese Rolle auch in einer sich wandelnden Gesellschaft erfüllen könnten, sei es wichtig, dass sie offen, familienfreundlich und barrierearm gestaltet seien, macht Thomas Steinkamp deutlich. Familien brauchen Räume, in denen sie sich willkommen fühlen – sei es im Gottesdienst, bei Veranstaltungen oder im alltäglichen Gemeindeleben. So wird in die Checkliste eingeführt. Sie soll dabei unterstützen, bestehende Gebäude auf ihre Familienfreundlichkeit hin zu überprüfen und konkrete Anregungen für einen Umbau oder eine Anpassung zu erhalten. Die Checkliste soll als praktisches Werkzeug dienen, um die Bedürfnisse von Kindern, Eltern, Großeltern und allen Generationen gleichermaßen im Blick zu behalten.
In der Checkliste wird eine Bedarfserhebung empfohlen, welche Angebote für Familien stattfinden sollen. Außerdem sei es notwendig, Familien in die Planungen mit einzubeziehen. Dabei werden Fragen der Raumgestaltung, der Barrierefreiheit, der Sicherheit und der Nachhaltigkeit behandelt. Beispielsweise geht es um Wickelmöglichkeiten, gut einsehbare Spielbereiche, Spielgeräte, Abstellplätze für Lastenräder oder die Verwendung nachhaltiger Materialien. Die Checkliste weist auch auf eine digitale Sammlung guter Ideen zur familienfreundlichen Kirchenraumgestaltung hin. Dort werden Beispiele aus Gemeinden im Bistum Osnabrück und darüber hinaus vorgestellt, mit denen bereits gute Erfahrungen gemacht wurden. Zudem gibt es Material-Tipps für Kinderecken in Kirchen und theologischen Überlegungen zur Umgestaltung von Kirchen.
Die Checkliste mit dem Zugang zur digitalen Sammlung guter Beispiele kann auf der Homepage des Familienbundes Osnabrück eingesehen und heruntergeladen werden: www.familienbund-osnabrueck.de/service/infomaterial
Der Familienbund Osnabrück vertritt die Interessen von Eltern und Kindern in Politik, Gesellschaft und Kirche. Er ist der Dachverband von acht Mitgliedsverbänden und weiteren sieben Einrichtungen der Familienbildung. Im Bistum Osnabrück bündelt der Familienbund die familienpolitischen Positionen von rund 95.000 Mitgliedern.
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