Vortrag zum Osnabrücker Widerstand während der NS-Zeit im Museumsquartier
Josef Burgdorf (1895–1964), Redakteur der Tageszeitung Freie Presse, galt als schärfster publizistischer Gegner des Nationalsozialismus in Osnabrück. Mit spitzer Feder agierte er bis Februar 1933 unter dem Pseudonym „ILEX“. Nach der Machtübertragung an die NSDAP wurde Burgdorf zur Führungsperson einer Osnabrücker Untergrundbewegung, die noch aktiv war, als sich andere bereits in Konzentrationslagern oder Zuchthäusern befanden. Die Veranstaltung beleuchtet zugleich künftige mögliche Arbeitsschwerpunkte zur Erforschung des Osnabrücker Widerstands gegen den Nationalsozialismus.
Heiko Schulze und Martina Sellmeyer referieren am 29. Januar um 18:30 Uhr im Rahmen des Veranstaltungsprogramms der Villa_ im Museumsquartier über die Osnabrücker NS-Widerstandsgruppe um den sozialdemokratischen Redakteur Josef Burgdorf.
Der Eintritt beträgt 3 Euro, für alle unter 18 ist die Veranstaltung kostenlos.
Der Vortrag ist Teil der Reihe „Topografien des Terrors“, die der intensiven und kritischen Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie und ihrer Zeit am regionalen Beispiel dient. Darüber hinaus widmet sich die Vortragsreihe allgemein dem Phänomen von Diktatur und autoritärer Staatsführung sowie deren negativen Folgen für das offene und freie Leben von Gesellschaften.
Museumsquartier Osnabrück
Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück
www.museumsquartier-osnabrueck.de
Öffnungszeiten: Di – Fr 11-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr
Stadt Osnabrück, Arne Köhler