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Dissen: Bei Treffen der Altbürgermeister auch über Homann-Schließung diskutiert

Es gibt Klassentreffen, Abiturjubiläumsfeiern und viele andere Versammlungen, bei denen sich Gleichgesinnte treffen und austauschen können. So treffen sich auch viele ehemalige Bürgermeister des Altkreises Osnabrück – seit über 30 Jahren – einmal im Jahr zu einem Gedankenaustausch. Zum Altkreis Osnabrück gehört z.B. Belm, Bissendorf, Georgsmarienhütte – aber auch Bad Iburg oder Glandorf. Das erste Treffen hat Dissens damaliger Bürgermeister Louis-Ferdinand Schwarz 1986 organisiert. Und auch in diesem Jahr war Dissen Ort des Altbürgermeistertreffens. Und somit Dissens aktueller Bürgermeister Hartmut Nümann Gastgeber der Veranstaltung. Beim Stichwort Dissen denken Sie sicherlich sofort an die drohende Schließung des Homann-Werkes. Selbstverständlich war das auch ein großes Gesprächsthema unter den ehemaligen Bürgermeistern. Hören Sie dazu einen Mitschnitt aus unserem Programm:

 

Foto © NOZ

Drogenzüchter in Dissen festgenommen

Die Polizei in Dissen hat einen Mann festgenommen, der im großen Stil Cannabis in seiner Wohnung angebaut hat. Fast 500 Pflanzen fanden Beamte in seiner Wohnung, dazu Lampen und Lüfter, die darauf deuten, dass es sich dabei um eine professionell betriebene Plantage handelt. Bei seiner Festnahme gab der Mann zu, dass er das Cannabis seit fast zwei Jahren züchtet. Aufgeflogen war die Plantage schon im Augsut 2016. Danach war der Hanfzüchter zunächst abgetaucht. In dieser Woche nahm ihn die Polizei fest.

Homann-Manager hält an Plänen für Standort in Sachsen fest

Der Manager von Homann, Heiner Kamps, hat auf einen Brief des Dissener Gemeinderats geantwortet. Darin bestätigte er noch einmal, dass der Konzern das sächsische Leppersdorf als zentralen Homann-Standort ab 2020 favorisiere. Eine endgültige Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen. Kamps respektiere die Anstrengungen der Gemeinde Dissen, Homann in der Region zu halten. Man wolle nun eine Lösung finden, die alle Beteiligten zufriedenstelle. Der Dissener Gemeinderat hatte in einem Brief an Kamps für einen Erhalt des Homann-Werks auch über 2020 hinaus geworben.

Homann-Betriebsrat kämpft weiter für Standort Dissen

Der Betriebsrat von Homann will ein Konzept für den Erhalt der Werke in der Region Osnabrück erstellen. Das kündigte der Betriebsratsvorsitzende Andreas Straede nach einem Treffen mit Vertretern des Müller-Konzerns an, zu dem Homann gehört. Man wolle zeigen, dass Dissen der bessere Standort für Homann sei, so Straede. Dafür erhalte der Betriebsrat vom Unternehmen nun Unterlagen, mit denen ein Alternativkonzept zur geplanten Verlegung der Homann-Werke nach Sachsen erarbeitet werden soll. Anfang Juni will der Betriebsrat das Konzept vorstellen und mit dem Konzern darüber sprechen.

Neue Beratungsstelle in Dissen

In Dissen gibt es ab heute eine neue Beratungsstelle mit drei Angeboten unter einem Dach.  Das Bistum Osnabrück, die Diakonie und der Deutsche Kinderschutzbund wollen dort gebündelt psychosoziale Beratung anbieten. Dazu gehören u.a. Familien-und Eheberatung oder Suchtprävention. Die neuen Angebote sollen vor allem für Menschen  aus dem südlichen Osnabrücker Landkreis sein.

Streiks bei Homann denkbar

Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) überlegt, ob sie beim Dissener Feinkostunternehmen Homann zum Streik. Uwe Hildebrand, Chef der NGG für die Region Osnabrück, sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass es entsprechende Pläne gibt. Hildebrand verweist in dem Zusammenhang auf den letzten Tarifabschluss zwischen Gewerkschaft und Homann. Der Abschluss sei nach seinen Worten unter falschen Voraussetzungen abgeschlossen worden. Damals sei man davon ausgegangen, dass ein neues Feinkostwerk höchstens 35 Kilometer vom jetzigen Dissener Werk gebaut werden soll. Weil das laut der jüngsten Pläne des Homann-Mutterunternehmens nicht mehr so sei, wolle die Gewerkschaft nachverhandeln, um für die Beschäftigten mehr rauszuholen und um Druck auf das Mutterunternehmen auszuüben. Auch ein Streik sei da eine mögliche Maßnahme. Bei einem Treffen in Hannover hatte die Unternehmensleitung der Müllergruppe als Homannmutterunternehmen gestern bestätigt, dass sie die Werke in Dissen und in Bad Essen in gut drei Jahren schließen will. Müller will die Produktion von dort voraussichtlich nach Sachsen verlagern.

Keine Ergebnisse beim Spitzentreffen wegen Homann

Das Spitzentreffen zur Zukunft des Dissener Feinkostherstellers Homann ist ohne Ergebnis geblieben. Gut zwei Stunden haben u.a. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies in Hannover mit Managern der Müller-Gruppe gesprochen. Beide, Weil und Lies, zeigten sich danach enttäuscht über den Verlauf. Offenbar will die Müller-Gruppe als Mutterkonzern von Homann an ihren Plänen festhalten, das Feinkostunternehmen aus der Region Osnabrück nach Sachsen zu verlagern. Welche Gründe es dafür gibt, ist weiterhin unklar. Ministerpräsident Weil sagte, dass die Landesregierung weiter versuchen will, die Müller-Gruppe davon zu überzeugen, dass Homann in der Region Osnabrück bleiben sollte. 1.200 Beschäftigte arbeiten in Dissen und Bad Essen bei Homann.

Spitzentreffen wegen Homann in Hannover

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil trifft sich heute in Hannover mit Managern der Theo Müller-Gruppe, um über die Zukunft des Feinkostunternehmens Homann zu sprechen. Mit dabei sind auch Wirtschaftsminister Olaf Lies, Osnabrücks Landrat Michael Lübbersmann, Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann und der Homannbetriebsrat. Es geht darum, ob es noch eine Chance gibt, das Unternehmen in der Region Osnabrück zu halten. Die Müller-Gruppe, zu der Homann gehört, hatte Anfang April angekündigt, die Feinkostsparte von Homann verlagern zu wollen. Davon wären in Dissen und Bad Essen etwa 1.200 Beschäftigte betroffen.

Landkreis-Grüne kritisieren Landrat

Der Grünenfraktionschef im Osnabrücker Kreistag, Rainer Kavermann, hat Landrat Michael Lübbersmann wegen dessen Vorgehens in Sachen Homann kritisiert. In der Neuen Osnabrücker Zeitung ist von einem „Alleingang“ die Rede, die Kavermann dem Landrat vorwirft. Konkret geht es um eine Sitzung des Kreistagsausschuss, die für Montag (8.5.) geplant war, aber wieder abgesagt wurde – offiziell, weil es keine Themen gebe. Der Grünen-Politiker hätte aber gerne eine Strategie vor dem Treffen mit Müllermanagern am Dienstag (9.5.) zur geplanten Schließung des Homannwerkes in Dissen besprochen. Dort soll es darum gehen, ob es noch eine Chance für den Standort Dissen gibt. Die Müllergruppe als Mutterkonzern von Homann hatte vor kurzem angekündigt, den Standort Dissen schließen zu wollen. An dem Treffen am Dienstag nehmen u.a. der Osnabrücker Landrat Lübbersmann,Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und sein Wirtschaftsminister Olaf Lies teil.

Homann Thema im Wahlkampf

Die drohende Schließung der Homann-Werke in der Region beschäftigt weiter die Landespolitik. Nachdem Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann der Landesregierung aus SPD und Grünen vorgeworfen hatte, zu wenig zu tun, um die Standorte in Dissen und Bad Essen zu retten, wies die SPD diese Kritik jetzt zurück. Die CDU betreibe Wahlkampf auf dem Rücken der Beschäftigten, warf Frank Henning von der SPD Osnabrück Althusmann vor. Mitte Mai soll es Treffen zwischen Wirtschaftsminister Olaf Lies mit dem Manager von Homann geben.